Feb 06

Unsere Banken waren…

Tag: P R A N G E R, Promotion, societydoe @ 14:36

…einst so sicher wie Fort Knox. Wenigstens die Grossbanken. Also die Credit Suisse und die UBS. Aber scheinbar ist aus den einst so sicheren Banken inzwischen ein löchriger Emmentaler geworden. Und so richtig Appetit darauf haben nur ausländische Steuerbehörden…

Angefangen hat das alles schon mit dem grossen UBS-Theater. Eine Grossbank kurz vor dem Absturz? Aber die UBS zahlt weiterhin Millionenlöhne für minderbegnadete Manager. Das freut die Anleger, die Aktie ist mittlerweile bei etwa 14 CHF angelangt. Manch ein Kleinsparer hat nun auf die neue Tapete verzichtet und richtet sein Wohnzimmer neu mit UBS-Aktien an den Wänden ein - das ist billiger als eine neue Tapete. Obwohl diese Aktien ja auch schon Renner waren - so um die 60 CHF das Stück…

Und jetzt tauchen da Datenträger auf, die angebliches Schwarzgeld angeblicher deutscher Staatsbürger in digitaler Form speichern. Auf dem freien Markt, will heissen, in Regierungskreisen in Deutschland. Kritiker fragt sich, ob da der deutsche Staat nicht Hehlerei begeht, wenn er diese Daten kauft? Aber das ist Sache der Juristen, und die werden schon ihre Schäfchen ins Trockene bringen.

Viel mehr Gedanken macht sich Kritiker über die Sicherheit der Grossbanken. Wie kann es sein, dass sich irgendwer an die hundertfach abgesicherten Rechner der CS und der UBS ran macht und da ungehindert tausende von Datensätzen kopieren kann, sogar noch gezielt nur solche, die irgendein Bewandtnis zu Deutschland haben? Müssten da die Grossbanken nicht für den Schaden verantwortlich sein? Sind diese Banken nicht dafür zuständig, dass ihre Daten, und folglich jene des Anlegers, sicher bleiben?

Diese Geschichte wird jeden Tag etwas verworrener. Und etwas irrsinniger. Kein Wunder, spricht man am Stammtisch nicht mehr von der Stadtflucht - nein, das heisst jetzt Bankenflucht. Ist doch auch ein schönes Wort…

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