
Den 1. Advent haben wir schon hinter uns. Mit der grössten Blamage für die Schweiz; viel schlimmer noch als die steten Niederlagen gegen die BRD im Fussball – und das gab damals nur immer traurige Mienen. Aber Kritiker spricht nicht über Fussball (Nebensache), es geht um die Einstellung der Schweizer. Genauer: Die Rede ist vom Minarettverbot (für die unaufgeklärten Leser) Aber…
…wir haben ja Advent. Deshalb – only for Mac-User – Kritikers zweiter Geschenktipp: Das Mac Office 2008. ein absoluter Knüller auf dem Desktop und leider erst ab OS 10.xxxyyyzzz oder so einsetzbar.
Aber das hat heute jeder. Danke Steven, für den 1 Dollar Job machst Du das sehr gut. Jedenfalls für Apple. Kritiker muss sich bemühen allen Bugs zu folgen. Aber das wird schon gut kommen, irgendwann wird Cupertino wieder erwachen aus dem Kürbistheater und dem XMas-Rausch.
Das alles hat aber nichts mit der Software zu tun. Nach den Bugs und deren Behebung läuft (fast) alles wie gedacht. Das ist fein so…
Kritiker hat sich lange überlegt, nachdem hierzulande gegen die Religionsfreiheit , resp. über das Verbot von Minaretten, abgestimmt worden ist, ob er den Adventskalender/Geschenkratgeber dieses Jahr publizieren soll. Nach eingehender Beratung in der Familie war klar: Von diesen SVP-Heinis und -Henriettas lassen wir uns doch den Abend nicht verderben.
Also: Hier das erste Türchen…
Geschenk gesucht? Für die Mutter? Kritiker kann da zuerst einmal ein herrliches, lustiges und besinnliches Buch aus dem SHAKER-Media Verlag empfehlen: „Mütter sind wie Felsen in der Brandung.“ Kleine, kurze Geschichten, die eine Journalistin und Mutter von drei Kindern geschrieben hat – Geschichten mitten aus dem Leben einer Mutter.
Ilsemarie Straub-Klein hat auf rund 110 Seiten aus ihrem eigenen Leben geschrieben. So macht es den Anschein, wenn man das Buch gelesen hat – ein Buch, das sich übrigens auch sehr gut zum Vorlesen am Bett eines Kindes eignet. Und Kritiker ist froh, dass er damit den Adventskalender 2009 eröffnen kann.
ISBN: 978-3-86858-183-6
Die Schweiz hat abgestimmt. Mit einer vorläufig sehr hohen Wahlbeteiligung. Was die einzelnen Kantone und Städte, was die Gemeinden (Hilfe, Kritiker sitzt in einem SVP-Nest) in Zahlen gestimmt haben, wird Kritiker (am DIenstag in der Zeitung lesen können - denn schneller schaffen es die Redaktoren nicht. Bestenfalls auf Kantonsebene - aber nicht auf Gemeinden bezogen.
Kritiker schämt sich für diese Schweizer. Vor allem, weil irgendein nachbar, der seine Freunde eingeladen hatte, bei den ersten üprovisorischen Zahlen am frühen Nachmittag mitsamt seiner SVP-Anhängerschaft in lautes Jodeln ausbrach und dazu noch einen Böller in den Nebelhimmel jagte.
Mollmoll, da weiss Kritiker, wie Stimmung im Dorf ist.
Selbst die Kirche im Dorf verzichtete auf das nervenaufreibende Gedönse. Irgendwie war Stille eingekehrt, abgesehen von den Jodlern, aber die mussten ja feiern bei Gratiswein. Es mag aber auch sein, dass bei den Evangelikern am ersten Adventssonntag Ruhe angesagt ist. Das wäre schön!
Wer die Schweiz nun weiterhin als weltoffen bezeichnet, wird im Ausland vermutlich nur noch belächelt oder sogar ausgelacht. Kritiker denkt, dass Eigentore selbst verschuldet sind. Meistens jedenfalls. Und mit diesem Abstimmungssonntag hat die Schweiz gleich zwei Eigentore geschossen - wen wundert es, wenn immer mehr andersdenkende Menschen auswandern wollen - Andorra, Luxemburg, Portugal oder so. Einfach weg von diesem SVP-Fettnapf.
..das gleiche Lied: Wann beginnt der Advent? Da kann man sich richtig streiten - oder auf den DUDEN Fremdwörter verlassen. Das Problem ist damit zwar nicht aus der Welt geschafft - aber wenigstens für ein Jahr lang erledigt.
Glaubt Kritiker dem üblichen, von der Bank, der Versicherung oder dem Discounter geschenkten Adventskalender mit den 24 Türchen, dann beginnt der Advent nicht morgen, sondern erst am 1. Dezember. Diese Auffassung vertreten auch Kollegen und Kolleginnen.
Glaubt Kritiker dem Wochenkalender, seinem Notizkalender, dem Wandkalender mit den schönen Bildern, dann beginnt der Advent morgen, am Sonntag, dieses Jahr also am 29. November. Und wenn Kritiker dann im bereits erwähnten DUDEN nachschlägt, erfährt er, was die Wissenschaftler sagen (siehe Bild).
Nun, da muss jeder selbst zurecht kommen, je nach Geschmack. Kritiker ist allerdings aus dem Alter heraus, um jeden Tag zu sehen, welches Bildchen sich hinter einem Türchen befindet. Und deshalb: Morgen ist der 1. Advent. Und dann beginnt Kritikers Adventskalender in der Ausgabe 2009…
Da hat doch ein Wolf wieder ein paar Schafe in Graubünden gerissen. Typisch - der kam aus Italien oder so. Und ebenso typisch: Die Bündner Jäger haben ihre Flinten bereit gestellt. Durchgeladen. Um immer und überall auf das blutrünstige Ungeheuer zu ballern. Heissa oder wie sagt der Bündner: Halali…
Dabei müsste man nur ein bisschen über die Grenzen schauen. In Italien hat jede Schafherde, so nicht von einem Hirten bewacht, ihre Schutzhunde. Da kommt dann kein Wolf mehr. Aber das ist mühsam für die Bündner-Schafbesitzer - sie müssten ja wenigstens alle zwei Tage auf den Berg hinauf, den Hunden Futter geben, dann wieder runter - das ist doch eine absolute Zumutung. Wenn schon im TV die zigte Wiederhollung läuft, am Nachmittag, dann geht der Bauer doch nicht auf die Alp. Die Schafe sind ja versichert (wer zahlt das wohl, wer denn wer?) und sonst fliessen ja auch noch Subventionen. So für Notfälle und so.
Fazit: Das Bündnerland grossräumig umfahren - mit faulen Bauern, die zu Wolfstötern mutieren, will Kritiker nichts zu tun haben.
Heute am Morgen war plötzlich alles anders als bisher: In Kritikers Inbox fand sich eine Pressemitteilung von Orange. Darin wird mitgeteilt, dass sich Kritikers Lieblingsanbieter in Sachen Telecom mit dem Erzrivalen Sunrise zusammenschliesst.
Sunrise, das ist jener Anbieter, der Kritiker mit Spam überschüttet hat, bis Kritiker dann einmal mit der PR-Lady Klartext mailte. Seit damals ist Ruhe. Und nun, so befürchtet Kritiker, wird es wieder los gehen. Dann vielleicht doch lieber die Swisscom als Anbieter für mobile Kommunikation?
Der Grund für den Zusammenschluss: Zusammen sei man stärker gegen die Swisscom. Wen wundert es, wenn die Swisscom nun Zulauf hat wie die Ärzte wegen der Grippe-Impfung?
So wie unsere Haare mit dem Alter grau oder gar weiss werden, so haben unsere Dachziegel auch mit dem Alter zu kämpfen. Sie werden dünn und dünner. Den Abrieb, den Kritiker neulich feststellen durfte, hat ihn dann überlegen lassen, wie lange diese Ziegel nach 30 Jahren noch schützen – irgendwann werden sie zu dünn. Und dann tropft es…
Während an den Dachziegeln der Zahn der Zeit nagt, unterstützt vom Moos, sind es bei den privaten TV-Anstalten die Werbe-Einnahmen, die den jeweiligen Abspann nach einem Spielfilm auf ein absolutes, blitzschnelles Bildchen reduzieren. Wer wissen will, wer da gespielt hat, wer Regie geführt hat oder ob der Sound wirklich von Queen kam, der guckt in die Röhre: Kleine Schrift, als Sekundenflash eingeblendet, und schon kommt wieder Werbung. Lesen kann das niemand mehr, der heutige Abspann ist nur gedacht, um den Film „würdevoll“ abzuschliessen.
Kritiker mag sich noch an seine Jugend erinnern: Da war der Abspann im Kino mindestens vier Minuten lang. Man konnte sich gemütlich in die Jacke hüllen, den Schal umwerfen, das Kinoprogramm für die nächsten zwei Wochen einstecken, die Schokolade fertig essen, und langsam durch die Reihen schlendern, um den Ausgang zu finden. Aber das liegt heute alles nicht mehr drin. Denn da kommt schon wieder Werbung für den nächsten Film und vor dem Ausgang stehen schon wieder Leute, die sich einen Platz ergattern möchten.
The times, they are changing…
… mit diesen SPAMs. Siehe da:
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Warum da niemand etwas gegen diese SPAM-Überschwemmung macht, ist mir unklar. Das BAKOM, schliesslich eine nationale Instanz, die der Steuerbürger bezahlt, weilt untätig. Der Provider kann da nicht viel machen, er weiss ja nicht, welche Dienste ich gerne beziehe - solche jedenfalls nicht.
Bleibt noch die Frage: Wer will solche Angebote überhaupt?
Als es noch Sommer war, irgendwann in den Hitzetagen (hatten wir eigentlich solche dieses Jahr?), spannte der Nachbarsohn sein Sonnensegel, um ungestört im Garten seine Bücher zu studieren. Kritiker fand das eine gute Idee - warum soll da jemand einen Hirnschlag unter der prallen Sonne erleiden, wenn es nicht mehr notwendig ist?
Der Herbst kam. Das Sonnensegel hatte eigentlich ausgedient. Es wandelte sich mit jedem neuen Regen in ein Wasserbett. Das hat dann aber niemand genutzt ausser den Amseln, die dort fröhlichst ein Bad nahmen. Kritiker hat diese Plätscherei aufmerksam verfolgt - die Amseln haben immer mal wieder rüber geguckt um zu erkunden, ob da schon der Vogelfutterkasten gefüllt worden ist. Und dann badeten sie weiter. War das ein Gezwitscher…
Und der Winter naht. Das Sonnensegel, ehemals weiss, wird immer grüner. Moosberg, der Name der Strasse sagt alles. Aber das macht ja nichts. Wenn es Schnee gibt demnächst, dann wird das Sonnensegel, das nun ein Moos-Segel ist, zum Schnee-Segel. Und dann wird es schwer genug sein, um die beiden Bäume umzuwerfen, an denen es befestigt ist. Oder um zu zerreissen.
Macht nichts. Der Nachbar verdient viel zu viel für die wenigen Stunden, die er arbeitet. Was macht denn da schon ein kaputtes Sonnensegel aus? Und vielleicht kann man das ja sogar der Versicherung anmelden…
Nachdem es nun Länder gibt, die der Pharma-Industrie unterlegen sind und Zig-Pandemie-Warnungen herausgeben, scheint, so hört Kritiker, auch Google zum neuen Ablenkungsphänomen alles Denkbare beizutragen. Auf der Gerüchteliste zuoberst steht: Tonsurpflicht.
Und das geht so. Den H1N1-geimpften Personen wird auf dem Schädel eine Tonsur rasiert (das kommt von den Papa-Mönchen) und dann mit einem nach drei Jahren verblassendem Tätowierungsstift die jeweilige Impfnummer, der Code und das Impfdatum in verschlüsselter Form eingeimpft. So dass die Google-Kameras all diese Personen erfassen kann und sofort weiss, dass an der Bahnhofstrasse in Weiss-Manitou-wo zwei Leute herum laufen, die keine Tonsur ausweisen.
Was Google nicht weiss: Das sind zwei Männer, die eine Kappe tragen. Worauf dann die Google Infrarotkameras in Japan bestellt hat – aber wieder Pech: Diese beiden Männer haben nur eine Skikappe an und keine Tonsur darunter. Jetzt ist guter Rat teuer und Google weiss nicht, wie diese ganzen Informationen ob mit oder ohne Tonsur wirklich in Google-Maps eingebunden werden sollen. Da könnte ja noch ein Datenschützer kommen und wirklich Taten verlangen.
Aber immerhin: Die Coiffeure verdienen an den Tonsuren. Die Hutgeschäfte, so es die noch gibt, an der neuen, schicken Kopfbekleidung. Und auch die Warenhäuser: Selbst Nicht-Skifahrer kaufen sich eine Pudelmütze, um nicht in der DB von Google zu erscheinen.
Ist doch was, so als gläserner Mensch irgendwann zu merken, wie man Kratzer und Risse ins Glas kriegt…