Nein, das ist nicht Bundesrat Merz in seinen Ferien in Tripolis. Und es ist auch kein Leibwächter-Rücken des dortigen Diktators. Aber der Steinbock macht mächtig Eindruck…
Gesehen auf einer ewigen Baustelle hier in der Gegend. Und Kritiker hat sich dann gefragt, wie lange diese Tätowierung wohl gedauert und. Und was der jugendliche Träger damit anfangen wird, wenn er so 60 oder 70 Jahre alt sein wird - schrumpft dann das Gehörn automatisch mit dem Körper? Und auch noch eine Frage: Was hat das wohl gekostet?
Irgendwann war dann klar: Junge Damen lassen sich lieber piercen. Junge Männer ziehen mächtige Tätowierungen vor. Da war Kritikers Jugend ganz anders - da reichte ein schwarzer Strich auf der Sirn, um als Indianer auf dem Kriegspfad erkannt zu werden. Aber eben - das waren halt andere Zeiten…
Ein Wägelchen möchte Kritiker sein. Immer schön parkiert, bei Regen unter dem Dach. Und dann noch extra nachts beleuchtet - Mammamia - so kundenfreundlich kann ja nur die Migros sein…
Noch ein Tipp an den Grossverteiler: Wie wäre es mit netten Hostessen, die schon mit dem Regenschirm bereit stehen, wenn da ein möglicher Käufer kommt. Der sucht nämlich eher Regenschutz als trockene Wagen, die dann doch wieder nass werden auf dem Weg ins Center aller Wohlgefühle (fast aller).
Sehr schön zu lesen ist auch die Gebrauchsanleitung - Bildsprache muss man eben verstehen. Und wer das alles dann doch nicht kapiert, muss halt mit seinem Kleiderschrank unter dem Arm zum Auto marschieren - auch bei Regen, denn Regenschirme haben die Wägelchen noch nicht. Kann aber noch kommen…
Und später dann, daheim, samt Kasten, das ganze Zeugs die Treppe runter schleppen - dann vermmutlich doch lieber zu einem Lieferanten, der Dir das alles gleich ins Haus bringt und installiert.
Scheinbar hat der Coop auch gemerkt, dass bereits die Blätter fallen. Mitten im August. Da braucht es eben neue Besen - Treppen wischen, Garagen-Einfahrten putzen, auch am Sonntag. Denn Schein ist besser als Sein - oder so.
Und wenn schon Besen, dann gleich als Aktion einkaufen. Einen für die Treppe draussen. Einen für die Garage. Einen für den Wintergarten. Noch einen (Spezial-Ausführung) für die Katzenscheisse im Garten. Und schliesslich einen für den Schnee, der da so sicher kommen wird, wie heute die Sonne.
Und dann braucht es noch drei Reservebesen. Man(n) weiss ja nie, was diese Zeiten bringen. Lieber ein Besen zu viel als einer zu wenig. Nämlig.
Kritiker wundert sich einzig noch über die Birke in Nachbars Garten: Die blüht immer noch. Jedenfalls findet Kritiker immer neue Birkensamen auf seinem Gartentisch. Und das zum Ende des Sommers?
Vielleicht hat die alte Birke (wunderschön) noch nicht gemerkt, dass der Frühling vorbei ist -schliesslich war der Winter lang und hart. Also muss da etwas nachgeholt werden.
Aber vielleicht ist das auch als Voraussicht zu deuten. Also muss Kritiker, der Birke folgend, wohl doch noch Winterreifen kaufen…
Es kommt selten vor. Aber manchmal dätscht es dem Kritiker einfach den Nuggi raus. So im Fall von Adobe. Das macht dann meist einen sehr lauten Knall. Und dann ist für Jahre wieder Ruhe. Warum das gerade mit Adobe so ist? Das liegt an der Lizenzpolitik des allmächtigen Photoshop-Herstellers.
Also: Photoshop besorgen (CS4), sofort installieren. Dann noch bei Kritikers Frau auf den Rechner spielen. Das sind zwei Installationen. Und neulich dann, ferienhalber, probierte Kritiker das Programm auch auf den Laptop zu bringen. Geht fast, aber nicht ganz, denn: “Es sind bereits zwei Installationen vorgenommen worden” oder so ähnlich. Kritiker freute sich - also keine Ferienbilder direkt als Postkarte versenden. Macht nichts. Inzwischen ist die HD bei Kritikers Heimrechner der Hitze erlegen und gab den Geist auf - auch da kein Photoshop mehr. Die Anfrage bei der Consultantin des Herstellers ergab, dass da leider kein Ersatz geboten werden könne. Aha.
Kritiker fragte in seinem Bekanntenkreis herum und siehe da: Eine KMU mit sechs Mitarbeitern brauchte drei Pakete des extrem teuren Programms, um vernünftig arbeiten zu können - denn es dürfen ja jeweils nur zwei Computer mit Adobes Photoshop begattet werden. Adobe stösst sich reich.
Gespräche fruchten da gar nichts. Es bleibt einzig der Frust. Speziell, wenn Adobe nicht einsieht, dass auch eine Festplatte einmal kaputt geht und deshalb eigentlich die Lizenzpolitik falsch ist. Aber der Anwender ist schliesslich der Goldesel. Und so dann das Programm einfach verschwindet, geht das Adobe auch nichts an: Einfach ein neues besorgen, Batzeli abladen, dann läuft ja wieder alles. Und registrieren nicht vergessen, ja nicht, sonst geht da nach der Versuchsversion auch nichts mehr.
Wo Adobe das gelernt hat, ist Kritiker unklar. Denn nicht einmal Microsoft springt derart mit den Kunden um…
Einst war die UBS (eine der Grossbanken der Schweiz) stolz auf ihr Filialnetz. Die Bank war überall vertreten, wo Geld gespart und angelegt worden ist. Selbst in Aarwangen und in Roggwil. Doch das soll sich nun ändern, so die UBS in einem Brief an die Aktionäre.
Im Zuge der Sparmassnahmen werden die kleinen Filialen in den beiden Dörfern geschlossen und die Konten und Papiere ins Dorf, das sich Sadt nennt, verlegt. Das freut alle, die ihre Batzeli nun in Langenthal abgeben dürfen. Und das freut noch mehr jene, die sich bisher standhaft geweigert haben, eine Karte zu bestellen, um am Automaten Geld abzuheben. Denn diese Automaten sollen bestehen bleiben.
Der persönliche Kontakt geht verloren. Und nicht jeder der Kleinsparer, die bisher auf die UBS gesetzt haben, kann sich ein Auto leisten und damit alle paar Tage ins Dorf, das sich Stadt nennt, fahren. Mal abgesehen von den Bonzen mit ihren 100 000 CHF Schlitten. Somit bleibt nur eine Alternative: Die Clientis. Eine kleine, aber feine Regionalbank, die immer mehr Kunden gewinnt. Solide ist. Freundliches Personal hat. und nicht auf Kosten des Sparers spekuliert.
Das muss der Sparer wissen. Und alle jenen, die nun nicht ins Dorf, das sich Stadt nennt, gondeln wollen, um weiterhin UBS-Kunde zu bleiben, sei diese kleine Bank wärmstens empfohlen.
Denn viel Auswahl bleibt ja nicht mehr…
NACHTRAG: In Sachen Steuerstreit mit den USA sagt Kritiker nichts - da muss jeder Ami selbst wissen, wo er sein Geld parkiert! Nämlig.
“Fragende Kunden brauchen wir nicht. Wir wollen (nur) verkaufen.” Das war die Antwort eines Verkäufers im “Mach-Es-Selbst” -Supermarkt, den Kritiker höflichst angefragt hatte, ob denn da irgendwo eine Anschlussleiste zu finden und zu kaufen sei. “Da müssten Sie zur Info gehen.” Danke schön.
Gut Ding will Weile haben. Also suchten wir einen Verkäufer, der zuständig war. Gab es nicht, gibt es nicht. Einzig jene Personen, die in den bekannten Uniformen des Supermarkts rum rannten und sofort die Flucht ergriffen, als sich Kritiker und Kritikerfrau - nach Hilfe suchend - näherten. Nur keine Fragen, bitte - und Kritiker fand dann irgendwann die Abteilung “Elektrik”. Kann auch anders benamst werden, aber das ist ja nicht Kritikers Sache.
Damit sei sicher gestellt: Hätte es in Krikers Dorf noch einen Laden, der nicht von der SVP regiert wird. würde er lieber dort einkaufen, der Kritiker. Also moch lieber einen Umweg ins Dorf, das sich Stadt nennt, probieren. Denn dort ist sogar der ALDI vorhanden…
Scheinbar ist es weiterhin Mode, am 1. August so viele Batzen als nur denkbar (Papi finanziert es ja) auszugeben, um bereits am 30.7. und später Feuerwerk zu zünden. Egal, ob Böller oder “Damenfurz” - es muss einfach knallen. Und weil Papi viel Geld in der Tasche hat, kauft er sich die Riesenkracher - die tönen etwa so, wie eine Kanone, direkt vor dem ungeschützten Ohr, abgefeuert.
Kritiker ist klar: Nationalfeiertage wollen gefeiert werden. Kritiker ist unklar, welchen Zweck diese Böller, Raketen und andere Knallkörper erfüllen: Will da irgendwer die bösen Geister vertreiben (Dafür wäre die Fasnacht geeignet). Oder wollen die tapferen Mannen zeigen, dass sie noch “böllerpotent” sind? Irgendwie kommt Kritiker das alles fragwürdig vor - da redet der eine Bundesrat dort, da ein anderer Nationalrat hier und nebenan tritt dann das Edelweiss-Quartett auf und singt vom heilen Leben. Ist das ein Nationalfeiertag? Gut - es gibt an diesen Feiern meistens gratis Bratwürste. Rundum. Und wer diese Stätten besucht, kommt hier im Vorderen Emmental (Oberaargau) gut und gerne auf acht bis zehn Gratis-Würste. (Die kann man auch mit heim nehmen.) Mineralwasser gibt es auch völlig gratis - nur den Wein und das Bier muss man bezahlen. Shame on you - warum sponsert Feldschlösschen solche Volksanlässe nicht?
Da lobt sich Kritiker jene Läden im ganzen Oberaargau, die auf den Beiverdienst verzichtet haben und keine Feuerwerk-Artikel im Angebot hatten: Bravo. Und da jetzt dann irgendwann mal die Sonne verschwindet und damit freie Bahn für die Feuerwerker besteht, nimmt Krintiker seine Kopfhörer, hört schön brav seinen Leonard Cohen und denkt sich. “Ihr könnt mich doch einfach.”