Jul 30 2009

Dokument ohne Unterschrift

Tag: P R A N G E R, Shorties, societydoe @ 19:15

Doch, doch, das gibt es, je länger, je mehr. Und Kritiker kennt das zu Genüge seit ein, zwei Jahren: Da kommt ein Brief seiner Bank, ohne Unterschrift. Da kommt ein Brief der Versicherung. Auch ohne Unterschrift. Und Kritiker fragt sich: Sind die Bosse dort zu faul, noch eine Unterschiftenmappe zu führen?

“Aber nein doch”, sagte dem Kritiker ein Bankberater. Es gehe lediglich darum, den Arbeitsablauf (Workflow nannte er das) besser in den Griff zu bekommen. Also kann jeder Chef einer kleinen Bankfiliale den Standardbrief Nummer soundso abrufen und dann einem Hilfsdiener sagen, er möge diesen Brief an diesen und jenen und auch an die drei anderen absenden. Die Adresse findet sich irgendwo in der Datenbank auf dem Riesenrechner. Over, und der Chef kann wieder in die Stammkneipe gehen und weiter Karten spielen.

Ob solche Dokus ohne Unterschrift überhaupt Gültigkeit haben, weiss Kritiker nicht. Irgendwie scheint es, als wären es unerwünschte Postsendungen. Meist sogar nicht eingeschrieben, nicht per A-Post versandt, sondern als ganz normale CH-Post zu 85 Rappen. Und das kann bei unseren Verteilzentren hierzulande dauern, bis dann die B-Post im Postfach liegt. Aber vielleicht liegt das eben auch nicht an der Post, sondern beim Absender - der hat doch im Standardbrief einfach sein Standard-Datum.

So werden wir Normalbürger standartsiert. Nur gut, hat das noch niemand bemerkt…


Jul 29 2009

Handy-Parkieren: Jetzt dreht auch Denner durch

Tag: P R A N G E R, societydoe @ 17:04

Kritiker ist sich seit langer Zeit bewusst, dass er im Dorf, das sich Stadt nennt, jeweils in den Geldbeutel greifen muss, damit er im grossen Coop einkaufen darf. Und Kritiker weiss auch, dass es sich nicht rentiert, vor der Post länger zu parken als die Warteschlange dauert - da liegt kein Bierchen mehr drin, da ist schon die Polizei da. Nun hat Denner eine völlig neuartige Methode entwickelt - dort kann man nur parken, wenn man auch ein Handy hat. Und man wird registriert!

Nun, auch Kritiker wird sich daran gewöhnen - aber er wird sicher nicht seinen Aufenthalt vor dem Denner bekannt geben. Im Gegenteil: Kritiker wird nur noch mit dem Einkaufszettel seiner Frau durch den Laden rasen, keineswegs mehr nach irgendwelchen Schnäppchen suchen oder mit einer Verkäuferin einen Schwatz halten, nein doch, er wird zum Furioso mit dem Einkaufswägelchen, drei, vier Leute auf die Seite stossen, rum brüllen, wo denn die Saucen-Aktion stehe, erschöpft an der Kasse anstehen, nein, Kritiker kann keine Euros wechseln, dann endlich die Waren aufs Band legen, Manitou sei Dank, es sind erst 38 Minuten vorbei.

Dann mit dem Einkaufswagen auf den Parkplatz flitzen, alles einladen, Einkaufswagen wieder zurück stossen (wegen den zwei Franken Depot), rennen, ins Auto und weg. Im Rückspiegel sieht Kritiker bereits zwei Uniformen.

Bleibt nur die Frage: Was machen jene Leute, die bewusst kein Handy haben oder - so sie eines haben - dieses bewusst nicht einschalten, weil sie gerne ohne das nervige Simsalabim einkaufen würden? Anmelden, dass man jetzt vor dem Denner steht?

Orwell lässt grüssen. Und Kritiker denkt, dass diese Art von Überwachung eher nichts für ihn ist. Daraus folgt: Dann halt irgendwo anders einkaufen - denn so geht das ja wohl nicht! Ob sich der schweizerische Datenschützer vielleicht einmal darum kümmert?


Jul 28 2009

König Arthur: Gründlich daneben

Tag: P R A N G E R, TV reviewdoe @ 15:49

Kritiker hat viele, sehr viele Bücher über die Heldengestalt King Arthur, über Avalon, die Frau von der Insel, über Merlin, den Zauberer und über das ganze Gezanke am britischen Hof gelesen. Nicht nur in seiner Jugend, auch viel später noch.

Auch wenn jedes dieser Bücher ein bisschen anders war: Der geschichtliche Faden war immer der gleiche. Und auch die Nebenrollen hatten in jedem Buch die gleichen Charaktere. Und so blieb Kritiker in seinen Träumen oft beim Schwert Excalibur hängen. Unbewusst wohl, angelesen vielleicht. Was da aber am Sonntag bei Pro Sieben als Film gezeigt wurde, übertrifft jeden Schund, den Kritiker je im TV gesehen hat. Und wenn da Jerry Bruckheimer als Produzent fungierte, wird die ganze Sache überhaupt nicht besser.

Kritikerfrau meinte schon nach zehn Minuten, dass sie eigentlich lieber den Schimanski schauen würde. Der lief aber auf einem anderen Sender. So wechselte Kritiker halt in ein anderes Zimmer, denn: Auch absolut miese Qualität muss man sich anschauen, bevor da Kritik geübt wird. Und das Thema war natürlich äusserst reizvoll.

Was Bruckheimer da erzählen liess, war eine völlig neue Dichtung der Artus-Saga, so voller Schwächen, so falsch interpretiert, wie Kritiker das in keinem Buch zum gleichen Thema erlebt hatte. Einfach typisch amerikanisch - grottenschlecht gefälschte Fakten oder besser gesagt: Ein neues Märchen für amerikanische Geister - denn schliesslich siegt ja immer der gute Mensch…


Jul 22 2009

Rüttelstreifen und Bewilligungspflicht für Kleinkinderhütedienst

Tag: P R A N G E R, societydoe @ 17:26

Manchmal wiehert der Amtsschimmel so laut, dass sogar Redaktoren und Zeitungsmacher darob erschrecken. Das ist immer dann so, wenn die saure Gurkenzeit angebrochen ist und die Politiker doch noch irgendwie in einer Zeitung, wenn es möglich ist, gleich überregional präsent sein wollen. Zwei Beispiele von schweizweiter Bedeutung.

Beispiel 1: Nach dem Muster von Deutschland wollen nun gewisse Kantone in der Schweiz die Autobahnen aufreissen und so genannte Rüttelstreifen einbauen. Diese sollen bewirken, dass Lastwagenfahrer nicht plötzlich einschlafen - es rüttelt ja. Ein paar Testversuche laufen schon seit Jahren - und Kritiker wusste nicht, dass dies bewusst so konstruiert worden war. Er dachte nur immer: Diese Autobahn gehört saniert - Schanzenspringen muss auf der Autobahn nicht sein.

Aber sehet - es wird wieder neue Baustellen geben, neue Arbeitsplätze werden geschaffen und dann rüttelt es mal von der Oma im Fonds bis zum Kleinkind zu richtig schön durch. Für das haben wir ja Autobahnen…

Beispiel 2: Noch sinnvoller ist die Bewilligungspflicht für Verwandte, also Onkel, Tanten, grosse Geschwister, Grosseltern, um Kleinkinder tagsüber zu hüten, also zu betreuen, weil die Eltern beide berufstätig sind und tagsüber in irgendwelchen schlecht gelüfteten Büros oder an Werk- und Schlachtbänken stehen.

Dieser “Betreuungsdienst” soll künftig unter strengen Kontrollen stehen; die Kontrolleure und Kontrolleurinnen können unangemeldet ins Haus kommen und die Bewilligung verlangen. Ansonsten: Abtransport des Babys oder Kleinschülers. Freut Euch, Ihr Bürostuten und -hengste - da gibt es aber Arbeit. Aber die Ausrede ist schon fix und fertig formuliert: “Wir schaffen neue Arbeitsplätze.” Kritiker weiss ja nicht, wie viel Schindluderei mit diesem neuen Gesetz getrieben wird.

Nebenbei bemerkt: Das ist kein verspäteter Aprilscherz. Die wollen das in der Schweiz wirklich einführen. Und es soll auch nicht erlaubt werden, so die Medien, dass die Grosseltern extra aus dem Tessin nach Basel reisen, um während zweier Wochen auf das Kleinkind aufzupassen - jedenfalls nicht ohne Bewilligung. Dass eine solch amtlich-staatliche Bewilligung nicht umsonst ist, versteht sich von selbst - irgendwer muss ja diese Aufpasser von Staates wegen bezahlen.

Seldwyla lässt grüssen. Als nächstes kommt dann das Rasenmähverbot am Samstag, das Heckenschneideverbot am Mittwoch und irgendeinem Politiker kommt noch in den Sinn, dass es zu gefährlich sei, Schulwege ohne Bewachung zu lassen: Also überall einen Streckenposten aufstellen. Statt endlich mal Umfahrungsstrassen, wie seit Jahren gefordert, zu bauen.

Das Pünktchen auf dem “i” ist noch nicht gesetzt. Hätte Kritiker nämlich noch Kinder zwischen 3 und 15 - er würde sie trotzdem zu seinen Tanten, Omas, Opas oder dem Onkel bringen. Die würden mit ihnen dann wenigstens die Hausaufgaben machen, statt sie vor der Glotze verkommen zu lassen…


Jul 19 2009

So soll

Tag: Shortiesdoe @ 05:58

es dann wohl sein…


Jul 18 2009

Scheideweg

Tag: P R A N G E Rdoe @ 15:27


Beim Pilzesuchen kommt Krtitiker immer wieder an solche Weg-Gabelungen - soll er nun rechts, soll er links gehen. Meist entscheidet ier sich für die Mitte, quer durch den Wald. Und da hat es dann meist auch ein paar Pfifferlinge, hin und wieder einen Sommersteinpliz oder gar einen Birkenröhrling.

Und dann sucht er den Weg zum Auto, um seine Schätze zu deponieren, trifft noch zwei alte Pilzler aus vergangenen Zeiten und denkt - die haben ja auch nicht mehr im Korb. Den Wein verschieben auf das nächste Mal. Jedenfalls scheint der Herbst gut zu beginnen - es pilzt sich was…


Jul 15 2009

041 618 20 10 - Telcom Cablenet AG!!!

Tag: P R A N G E Rdoe @ 03:38

Es braucht viel, um Kritiker zu wecken. Es braucht noch mehr, bis Kritiker wirklich richtig sauer wird. Aber diese Firma, die da nun unser Dorf mittels Vertrag unter Dach und Fach hat, ist so unmöglich, wie es eben sein muss: Untragbar!

Da kommst Du nach ein Uhr am frühen Morgen mit Zug und Taxi heim. Und willst Dir, weil es immer noch donnert, einen Kaffee machen und diesen im Wintergarten schlürfen. Samt TV wegen den News. Die Maschine für den Espresso funktioniert. Aber der TV sendet einfach gar nichts - 45 Sender haben alle das geiche Bild: Schwarz.

Also mal die Hotline, den so genannten Pikettdienst, der 24 Stunden am Tag für jeden Nutzer dieser Anlage da ist, anrufen. Die müssten ja wissen, ob da ein Sendemast kaputt ist. Doch die Nummer ist leider irgendwie auf einen Anrufbeantworter programmiert, und die nette Dame auf dem Band sagt mir, dass Kritiker bitte die oben genannte Telefonnummer wählen möchte. Habe ich ja. Und ich probiere es noch vom Festnetz - der gleiche Quark.

Auf gut Deutsch: Ich rufe die TV-Notfallnummer an, damit mir dort das Tonband sagt, ich möge doch bitte die Notfallnummer anrufen (siehe oben).

Es ist erst Mittwoch. Aber diese Woche hat mir der Herr Strasser (Pikettdienst) gründlich versaut. Danke doch….


Jul 13 2009

Gesal - Manchmal gegen das Unkraut verwendbar

Tag: P R A N G E Rdoe @ 17:01

Kritikers Treppen und vor allem die Zwischenböden - also jene Böden, die beim Umzug helfen, etwas abzustellen, das zu schwer geworden ist, sind mit Moos und Unkraut bewachsen - schlimm, wenn da jemand auf die Nase fällt, ohne betrunken zu sein. Also war Kritiker heute im COOP und hat sich dort einen “Rapid Gesal Unkrautvernichter” in einer Sprayflasche gekauft. Stolze 19.50 - aber was macht man nicht alles, um Unfälle zu vermeiden.

Dann auf der Flasche gelesen, dass man (also Kritiker) unbedingt die Gebrauchsanleitung lesen soll. Ja, wo ist die denn? Die Flasche kam ohne Verpackung - also muss die Gebrauchsanleitung auf der Rückseite der Flasche stehen. Dort steht aber, man soll doch bitte die Gebrauchsanleitung lesen. So wird der Konsument verarscht…

Und dann ging Kritiker auf der Gartentreppe von oben nach unten und hat all das Zeugs besprüht, das da zu Unfällen führen könnte. Tief nach unten, damit die Wurzeln auch erreicht werden. Und zwei Stunden später hat er nachgeguckt - nichts ist geschehen. Vermutlich muss Kritiker mal eine Nacht oder zwei Tage abwarten, bis diese Unkrautpest verschwindet. Mal sehen. Jedenfalls: Rapid geht es mit Gesal nicht.


Jul 12 2009

XBOX: Microsoft erweitert Spielvergnügen

Tag: Games Xbox 360, Promotion, Tests, softwaredoe @ 14:49

Solche Ideen muss man erst mal haben. Microsoft brachte vor einigen Monaten drei neuartige Spiele auf den Markt, die sich wachsender Beliebtheit, speziell bei Teenies und auch bei älteren Menschen erfreuen. Statt einfach mit der XBOX und dem Monitor ein Spiel nach dem anderen, meist sitzend, den Tag zu Tode schlagen, zielen die neuen Games speziell auf Interaktivität und damit auch auf Bewegung des Benutzers.

Zugegeben - für die Playstation gibt es schon länger Kameras. Und die Software a la SingStar erfreut sich ebenfalls grosser Beliebtheit - da kann ein jeder mit jauchzen, trällern, pfeifen oder seine eigene Karaoke-Show vor Freunden veranstalten.

Aber der Riese aus Redmond legt da noch mit geballter Marketingkraft zu: Neben einem Hollywood-Besuch im eigenen Heim bietet Microft auch noch eine Packung mit zwei hochempfindlichen Mikrophonen und einer DVD an, die schon mal 38 Songs enthält, zu denen jedermann selbst schmettern kann.

Da sind Stücke wie etwa “Call Me” von Blondie, “Lemon Tree2 von Fool’s Garden, “Ring of Fire” von Johnny Cash aber auch die “99 Luftballons” von Nena, “Major Tom” von Peter Schilling und “Another bytes the dust” von Queen dabei. Und für die ewigen Hinterwäldler findet sich sogar DJ Ötzi, Roland Kaiser und auch Modern Talking prominent vertreten - für jeden etwas also. Könnte Kritiker singen, wäre er fast schon ein Bühnenstar. Oder er würde als Bogart Casablanca nachahmen. Scheinbar aber muss da die junge Generation ran, die noch Hoffnungen hat… - jedenfalls sind alle drei Games ein neuer Schritt in eine ungewisse Zukunft.

Vertrieb: Microsoft


Jul 12 2009

Unbarmherzig…

Tag: P R A N G E R, societydoe @ 06:41

…knallt uns die Kirche der Evangeliker jede Nacht, auch in den lauen Nächten, da man gerne mit ganz offenem Fenster schläft, ihren Weichmacherextrakt in Form von Glockengeläut um die Ohren. Nein, daran kann man sich nicht gewöhnen, daran kann man bestenfalls frühzeitig krepieren. Und das nennt sich christlich!

Unbarmherzig regieren die Kirchenfürsten im Dorf, in dem sie auf Kritik keinerlei Antworten bereit halten. Aber sie terrorisieren dafür weiter mit ihrem Geläut, als stünde der dritte Weltkrieg bevor. Beschwerden wegen des Nachtgebimmels werden abgeschmettert mit der Begründung, dass die evangelische Kirche eine Staatskirche sei. Mollmoll - und die darf das. Selbst in der Nacht, von Christi und Staates wegen.

Unbarmherzig: Wen interessiert es schon morgens um drei Uhr, dass es wirklich schon morgens drei Uhr ist? Und wer interessiert sich dafür, dass er nun eine Stunde wach gelegen ist, wenn es um vier Uhr wieder glockt, auf das Manitou sich erbarme? Der Herr Pfarrer und die Frau Pfarrerin wohl kaum, die schlafen vermutlich, statt mit Beethoven oder Pink Floyd, mit dem unseligen Glockenklang ein. Und dass in der Nacht auf den Sonntag keineswegs Glocken geläutet werden müssten, geht den beiden von Kirchensteuern finanzierten Pfaffen auch nicht in den Dickschädel: Wo es eine Kirche hat, müssen ja Glocken läuten. Auch die Woche durch. Stündlich. Wer sich daran nicht gewöhnt, muss halt umziehen. Oder er kommt immer halbwach, halbschlafend zur Arbeit und verliert dann irgendwann wegen der Übermüdung den Arbeitsplatz. Hat es schon öftes gegeben. Aber die Kirche bietet da ja eine Seelsorge an, ohne Schlaftabletten, sieht man von Gesabber der Kirchenleute ab.

Unbarmherzig. Aber was erwartet denn Kritiker von solch einer Kirchgemeinde? Etwa Rücksichtsnahme auf Minderheiten? Oder gar eine Abschaltung des Glockencomputers während der Nacht? So weit denken die Pfarrleute erst gar nicht. Wem’s nicht passt, der soll sich mit Ohropax die Ohren verschliessen (geht nicht auf die Kosten der Kirche) oder zum Arzt gehen wegen Schlafmangels (zahlt auch nicht die Kirche).

Somit ist der Störenfried, der keineswegs alleine unter dem nächtlichen Lärm leidet, weiterhin dem kirchlich verordneten Terror ausgesetzt. Da nützt nicht einmal die Anti-Terror-Polizei etwas - die haben anderes zu tun, als hinter glockenwütigen Pfarrleuten herzujagen.


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