Jun 30 2009

Schweizer Free Jazz - STADE!

Tag: Schmuckstücke, Shorties, sounddoe @ 07:42

Daran muss man als alter Rock’n Roller erst einmal gewöhnen. Da ist nahezu nichts von einer echten Melodie, keine Balladen, keine Tanzmusik im Sinne von Kuschelrock: STADE bringt “electronic jazz” auf der neuen CD “Freewheel.” Und das ist erst mal Gewohnheitssache.

STADE (Pierre Audat & Christophe Calpini) legen mit Hilfe einiger Kollegen ein Album vor, das viele Erinnerungen weckt. An verrauchte Jazzkneipen in New York, an viele Flaschen Bier, auch und speziell an Miles Davis. Die Bläser sind dominierend, Schlagzeug und Gitarre spielen mit, sind aber weniger dominant. Sicher keine Musik zum Einschlafen. Auch kein fetziger Sound, zu dem man einfach mit den Fingern auf der Tischplatte mittrommelt. Auch nicht unbedingt Musik für einen Sonntagsausflug über Land. Und für die Wenigsten wohl jener Sound, der in die Beine fährt. Schlichtweg Freejazz vom Feinsten. Mehr Infos!


Jun 20 2009

SBB verzichtet auf den Service…

Tag: P R A N G E Rdoe @ 10:12

…und schickt die Kunden an die Automaten. Das ist nicht lustig. Auch nicht gelogen. Und schon gar nicht erfunden. Das Schalterpersonal wird abgebaut, Schalter bleiben geschlossen, und wer es dann mit dem Automaten nicht kapiert, muss sein Ticket im Zug lösen, das kostet dann 10 CHF mehr. Prosit.

Das nennt sich dann Service public. Und Kritiker wundert sich nicht, dass selbst 90jährige lieber Auto fahren. Aber die SBB müssen sparen. Und das geht meist auf die Lasten des Personals. Judihui - mit 50 in Frühpension. Auf Staatskosten. Das wird Kritikers nächster Beruf im nächsten Leben sein, sagt Manitou. SBB-Schalterbeamter. Es gibt dann zwar keine Schalter mehr, aber die SBB stellt immerhin eine Regenpellerine, ein Sonnenkäppli, zwei Hemden, einen Regenschirm und einen Automatenschlüssel zur Verfügung. Der Schlüssel dient für allfällige Probleme am Automaten: “Ihre Zwanzigernote wurde falsch eingesteckt.”

Kritiker wundert sich: Warum sprrechen die Automaten nicht automatisch englisch? Vielleicht kommt da demnächst eine neue Generation dieser robotisierten Ticket-Verkäufer, dann ist es wohl denkbar, dass man Hilfe in den vier Landessprachen und auf Englisch bekommt. Ab Interlaken wird es dann wohl auch einen Automaten geben, der die stets durchreisenden Japaner mittels Billet auf das Jungfraujoch und zurück versorgt. es sei denn, die haben eine geführte Tour, dann sind die Billets inbegriffen.

So ein Wahnsinn - im Sinne des Wortes: Wahn und Sinn. Demnächst läuft kein Schaffner mehr durch die überfüllten Wagons, sondern ein kleiner Computer auf vier Beinen (Douglas lässt grüssen!) und quietscht: “Alle Billete vorweisen.” Auch denkbar: Die Lok-Führer werden ersetzt. Natürlich durch automatisch gesteuerte Schienenführung, deshalb müssen wir uns ja der EU anpassen, damit da nichts in die Hosen, resp. in den Tunnel geht und verloren bleibt.

Kritiker weiss nicht, ob er noch die SBB nutzen soll. Irgendwie scheint es ihm, als sei die wunderbare Eisenbahnzeit vorbei - die SBB sind wie die Banken geworden: Pressen, bis keine Luft mehr da ist. Und dann mit der Fliegenklatsche zuschlagen. Na ja, dann stehen wir halt alle wieder im Stau…


Jun 18 2009

Unaufhaltsamer Aufstieg

Tag: Newspaper Review, Promotion, societydoe @ 11:24

Als Kritiker noch für die IT- und Kommunikationsblätter aus Goldach arbeitete (Output, BüroSwiss etc.), war Kollega Kapi (Karheinz Pichler) dort ein normaler Redaktor. Aber er war Kritikers Ansprechperson, bis sich Goldach entschloss, all diese Projekte aufzugeben. Damals trennten sich dann auch die Wege - Kapi machte irgendetwas bei der Computerwelt, Kritiker blieb freischaffend. Man sah sich an Pressekonferenzen oder auch auf Pressereisen. Und dann war immer mal wieder eine lange Pause angesagt. Kritiker hatte sich von diesen offiziellen Veranstaltungen nahezu zurückgezogen. Da wurden die Begegnungen immer seltener und hörten irgendwann einmal auf.

Und nun begann der unaufhaltsame Kapi-Aufstieg. Irgendwann wechselte er zu den Boll-Medien, schrieb dort für die Kommunikation, wurde dann Chefredaktor des Heftes. Doch damit nicht genug: Inzwischen ist aus dem Bollschen Verlag die Kapi Media geworden, Chefredaktor und Eigentümer ist Kapi himself.

Kritiker gratuliert und wünscht viel Glück. Denn in diesen Zeiten selbst eine Zeitschrift als Verleger zu übernehmen, braucht schon ein bisschen Mut. Mach es gut, Kapi…


Jun 17 2009

Wenn drei sich streiten…

Tag: P R A N G E Rdoe @ 12:09

…kann ein Vierter gewinnen. Gemeint sind nicht die Bundesratswahlen. Gemeint ist der Machtkampf der drei grossen Stromkonzerne Alpiq, Axpo und BKW. Jeder dieser Konzerne will eine Konzession für eine neues AKW. Und diese gierigen Kampfhähne streiten schon, bevor überhaupt ein Bewilligungsverfahren eingeleitet worden ist. Schon seltsam, wie da um Milliarden gebuhlt wird…

Der Vierte wäre die Anti-AKW-Bewegung. Denn diese macht bereits jetzt mobil. Und so wundert nicht, dass da in Sachen Gösgen, Beznau, Mühleberg und Kaiseraugst ein mulmiges Gefühl bei den Betreibern herrscht. Denn in Kaiseraugst und Gösgen kam es zu mächtigen Demos, Kaiseraugst konnte deswegen sogar gar nicht erst gebaut werden. Und Mühleberg als Standort scheint politisch nicht durchsetzbar - die Berner wollen kein weiteres AKW vor den Toren der Stadt.

So warten wir denn mal ab. Sollen sich die Herren der Nuklear-Boliden mal zuerst die Köpfe blutig schlagen. Dann geht die Geschichte an den Bundesrat. Und dann kommt ein Vorschlag ans Volk. Und sollte dieser wider Erwarten angenommen werden, dauert es mindestens 25 bis 30 Jahre, bis ein neuer Meiler ans Netz gelangen kann. So gesehen: Nach uns die Sintflut…


Jun 15 2009

Antrag für den Antrag eines Antrages, um einen Antrag zu beantragen

Tag: P R A N G E R, societydoe @ 17:27

Kritiker lachte jeweils, wenn die deutschen Satiriker über das Beamten- und Bürokratentum in der BRD spotteten. In der Schweiz kann so etwas ja nicht passieren. Dachte Kritiker jedenfalls. Bis er ganz lieb bei der AHV anfragte, wie hoch denn seine Rente sein könnte, wenn er dann wirklich einmal pensioniert werde. Und jetzt weiss Kritiker, dass der Amtsschimmel auch hierzulande wiehert, wenn er vom Hafer gestochen wird.

Auf die Anfrage betreffend Rente in vier Jahren oder Wittwenrente, so Kritiker bis dann bereits den Jordan überschritten hat, was durchaus möglich ist, wie die Statistiker berechnen können, wie auch immer, Kritiker wollte einfach wissen, was denn da von den etwa 1.4 Mio., die Kritiker und seine Arbeitgeber (früher) einbezahlt haben, noch ausgeschüttet wird. Also eine ganz normale Anfrage, die mit einem kurzen Schreiben (Standardbrief mit dem Einsetzen der Adresse und der beiden denkbaren Beträge) beantwortet werden könnte. Aber für das haben wir Beamte. Und die Beamten haben ihre Formulare. Also wird die Arbeit wieder an den Antragssteller abgeschoben, einfach mit einem neuen Formular, das dann “Antrag für eine Rentenvorausberechnung” heisst. Das ist ja nett, Kritiker weiss also weiterhin nicht, wie er das berechnen soll, aber er darf vier Seiten Formulare ausfüllen. Und die sind happig.

Eigentlich fragt sich Kritiker, warum Ämter wie die AHV eigene Computer, Server und Rechenzentren haben. Wenn sie diese elektronischen Hilfen einzig für die Rechnungen, Mahnungen und die Lohnbuchhaltung nutzen, automatisch, und sonst für nichts. Und für den völlig aufgeblähten Behörden-Apparat. Denn:

Die AHV will Kritikers AHV-Nummer wissen! Ja welche denn? Die alte oder die neue? Oder beide? Und dann geht es so weiter. Ob Kritiker verheiratet oder verwitwet ist. Beides nämlich, aber was soll Kritiker denn da ankreuzen? Oder schreiben? Dann kommt schon etwas sehr persönliches: Die AHV-Nummer der verstorbenen ersten Ehegattin. Ja, bei Manitou - die erste Ehefrau ist seit 1993 verstorben. Das müsste doch die superschnelle AHV selbst wissen. Und dann geht es weiter - Staatsangehörigkeit. Welche? Dann wird schon wieder nach der AHV-Nummer des Ehegatten gefragt. Name, Vorname, Geburtsdatum. Wohnort. Soll Kritiker da schreiben: Friedhof? Oder ist die zweite Ehefrau gefragt? Dann die Frage, schon wieder, nach dem Zivilstand. verheiratet? Mehrmals verheiratet? Es folgen logischerweise Fragen nach den Kindern. Geht Euch nichts an, das ist reine Datenschnüffelei. Nämlig!

Dann die scheinbar koschere Frage: “Hatten Sie bisher jemals Wohnsitz im Ausland?” Und die Frage: “Haben Sie in einem EU-Staat irgendeine (multiple choice) Erwerbstätigkeit ausgeübt?” Gedenkt Kritker in Zukunft (hoppla!) seinen Wohnsitz ins Ausland zu verlegen? Hatte der Ehepartner ausserhalb der Schweiz gearbeitet? Und so weiter. usw. usw. usw. usw. Zum Schluss bleibt dann noch die Unterschrift beider Ehepartner. Das Datum. Und Kritiker - er glaubt es wirklich nicht - darf sich da einen Tag lang mit gesuchten Papieren aus der ersten Ehe beschäftigen, überlegt sich sogar, wen er da befragen könnte, um Auskünfte zu erhalten.

Da hört doch Kritiker lieber den “Jupp” von Wolfgang und seiner BAP. Das lenkt auf ein ganz anderes Thema. Und das ist gut so…


Jun 14 2009

Schildbürgertum mit Schilderwald

Tag: Schmuckstücke, societydoe @ 07:41

Endlich weiss Kritiker, wo Seldwyla liegt. Nämlich dort, wo die schönsten Schildkombinationen entstehen. So wie diese…

Mitten auf der grünen Wiese, kurz vor einem Brücklein, wird vor Flugzeugen gewarnt und das Stehenbleiben ist verboten. Als beträte man ein Minenfeld. Einen ersichtlichen Grund für dieses Verbot gibt es nicht, sieht man einmal davon ab, dass hier Fallschirme getestet werden. Diese treffen aber ein fahrendes Auto ebenso wie ein stehendes, so Manitou es will.

Kritiker blieb nicht stehen, er ist schliesslich gesetzesgläubig. Das Bild entstand aus dem mit fünf Stundenkilometer fahrenden Auto. Aber nach dem Brücklein blieb Kritiker dann stehen und fragte sich ernsthaft, was so ein Schilderwald mitten in der Pampa zu suchen hat.


Jun 12 2009

Freude herrscht: Long Nose tritt zurück

Tag: Schmuckstücke, Shorties, societydoe @ 13:11

Bundesrat Pascal Couchepin (Spitzname Long Nose) gab heute seinen Rücktritt bekannt. Kritiker freut sich darüber so sehr, dass er heute am Abend deswegen eine gute Flasche Rotwein öffnen wird. Denn diese “schlafende Pinie” war schon lange überfällig.

Nun, da Long Nose die besten Beziehungen zur schweizerischen Pharma-Industrie hat, ist damit zu rechnen, dass er nach seinem Rücktritt schnellstmöglich einen Posten im Verwaltungsrat eines Chemie-Riesen antreten wird. Schliesslich muss so ein Altbundesrat ja auch leben…

Und da Long Nose noch keinen offiziellen Nachfolger hat, fragt sich Kritiker, ob die Pharma-Lobby wieder einen Getreuen porträtieren wird. Jedenfalls herrscht in Schweiz (nicht nur bei den Hausärzten und den Apoteken) Freude. Und das ist gut so in diesen tristen Zeiten.


Jun 12 2009

Bitte gib das verzerrte Wort ein

Tag: P R A N G E Rdoe @ 11:48

Kritiker eiss um das Problem der unerwünschten Blog-Einträge. Aber irgendwie scheint ihm, dass da Blogs zu viel an Sicherheit einbauen. Und dann hört er meist auf, nach zehn Versuchen, einen Kommentar zu schreiben. Denn lesen kann Kritiker sehr wohl. Und schreiben auch. Wenn er aber selbst beim elften “Gib bitte das verzerrte Wort ein ein zwölftes Mal aufgefordert wird, wieder so ein Wort einzugeben, dann ist dem Kritiker die Lust aufs kommentieren eines durchaus netten Artikels vergangen.

Leider findet sich dieses Tool inzwischen auch auf Kritikers Lieblingsseiten. Das sieht dann etwa so aus:

Und Kritiker versucht es nochmals und dann noch ein Mal und dann lässt er wirklich einfach bleiben. Schade drum eigentlich, denn Kritiker hat sich angemekldet, mit seinem registrierten Passwort, und das müsste dann ja wohl genügen.

Ja nu de so - auf diesen Sites wird Kritiker einfach nicht mehr kommentieren. Basta.


Jun 10 2009

Alte Banker-Weisheit

Tag: Gesammelte Lebensweisheitendoe @ 10:12

Viel zu tun, um nichts zu tun…


Jun 03 2009

Was ist Homebanking?

Tag: Fragen und Antwortendoe @ 05:22

Die beste Art für Bankiere, Leute zu entlassen und freiwillige Selbstbenutzer via PC zum Geldgeschäft zu bewegen. Auf gut Deutsch: “Das ist Körperverletzung durch Irreführung.”