Schwere Zeiten für die katholische Kirche: Da leugnet ein Bischof den Holocaust und will zuerst “Beweise sehen”, bevor er diese abscheuliche Tragödie, den Genozid an den Juden, als Wahrheit anerkennen will. Kritiker fragt sich, wo der Herr Williamson zur Schule gegangen ist. Oder hat er die Geschichtsstunden bewusst geschwänzt?
Und da kommt ein Bischof aus Linz (Felix Austria) und will Schwulen und Lesben den richtigen Weg durchs Leben weisen. Denn deren Verhalten sei ganz und gar nicht christlich. Das gibt dem Vatikan und seinem Oberhirten vermutlich zu denken - aber der Vatikan schweigt auch zu diesem Thema beharrlich weiter.
Was zu ungezählten Kirchenaustritten geführt hat und noch zu vielen weiteren führen wird. Macht nichts, Kritiker konnte mit diesen Scheinheiligen nie etwas anfangen. Das begann schon in der Volksschule, als Kritiker jeweils in die Schäm-Dich-Ecke knien musste, weil er morgens um sechs nicht in der Messe aufgetaucht war und deswegen bestraft wurde. Das ging dann weiter mit den unseligen Beichten, in denen der jeweilige Kaplan oder Priester Sachen wissen wollte, von denen Kritiker mit acht Jahren noch gar keine Ahnung hatte. Und es gipfelte darin, dass ein schriftlicher Kirchenaustritt nicht anerkannt wurde, nein doch, eingeschriebene Briefe gelten da nicht, da musste Kritiker schon selbst antraben, quasi einen Eid ablegen, dass er mit diesen Scheinheiligen nichts mehr zu tun haben möchte. Und dann nochmals unterschreiben - Bürokratie selbst in der Dorfkirche.
Und Papst Benediktus, ein Bayer wohl, findet es bis heute nicht nötig, den Ketzerorden der Pius-Brüderschaft aufzulösen oder eben diese mit einem Bann (früher war das üblich!) zu belegen. Nein, der Papst schweigt und lässt seine Sprecher irgendetwas faseln. Kritiker stellt sich unter dem obersten Kirchenfürsten der Katholiker eigentlich etwas anderes vor…
All das und noch viel mehr: Der Papst wird für seine Schafe unerträglich und müsste ganz einfach zurücktreten. Aber das machen nur Politiker, Päpsten liegen solche Gedanken fern. Und so wird die katholische Kirche weiterhin unter einer ihrer schlimmsten Krisen leiden müssen, wie dazumals, als es einen Gegenpapst gegeben hatte, der dann in Avignon residierte.
Erzkonservativ, etwa in Sachen Antibabypille und Abtreibung, sitzt da einer der reichsten Männer auf seinem Thron und merkt nicht, wie ihm seine Gefolgschaft in Scharen davon läuft. Und der Benediktus merkt auch nicht, dass “seine” Kirche vor einer Spaltung (diese Alternative bietet Klaus Stöhlker den verzweifelten Schafen in seinem Blog an) steht, wieder einmal, wie zu Luthers Zeiten. Macht auch nichts…