Feb 28 2009

Till wirft den Bettel

Tag: Newspaper Reviewdoe @ 11:38

Urs Tillmanns, ein langjähriger Kollege und Freund, gibt auf. Sein “FotoIntern”, eigentlich die einzige Fachhandelszeitschrift im Foto-Bereich, wird eingestellt. Der Grund dafür ist nicht etwa, dass sich Till auf’s Altenteil zurück ziehen will, nein doch: Es sind die fehlenden Inserate-Einnahmen.

So blickt denn Kritiker wehmütig zurück. Auf die Tage, als es noch “ComputerIntern” gab. Auch eingestellt, damals aus den selben Gründen. Auf die Tage, als Urs mit Kritiker in Portugal weilte. Auf den Besuch in Neuhausen, wo das Büro fast neben dem Rheinfall stand. Auf manche Nächte, die Urs und Kritiker durch gemacht haben, Whisky-Nights. Aber er war immer früher wach als Kritiker.

Somit bleibt einzig noch der Publisher, dessen Herausgeber Martin Spar sich tapfer gegen alle Krisen wehrt. Kritiker drückt die Daumen. Weil er nämlich das Gefasel der deutschen PR-Fachpresse nicht mehr aushalten kann…


Feb 27 2009

Bundesrat will Hausärzte “ausrotten”…

Tag: P R A N G E Rdoe @ 16:02

… und das geht sehr einfach: Künftig sollen die Ärzte keine Laboruntersuchungen mehr vornehmen dürfen und schon gar keine Medikamente abgeben. Für viele Doktoren auf dem Lande heisst das: Praxis schliessen.

Ob damit wirklich Kosten eingespart werden können, wagt Kritiker zu bezweifeln. Da es in der näheren Umgebung bei Kritriker nur gerade noch im Dorf, das sich Stadt nennt, Apotheken gibt, ist jeder Mensch darauf angewiesen, dorthin zu fahren, um seine Mittel und Mittelchen abzuholen. Kritiker sieht die 80jährige Oma auf Stöcken mit dem Bipperliesi ins Dorf fahren. Der Hausarzt würde dieMedikamente notfalls per Post versenden. Oder dem Patieten gleich da lassen oder mitgeben.

Und statt eine einfache Blutuntersuchung, etwa auf Cholesterin, in der Hausarzt-Praxis durchzuführen, muss das Blut mittels Post und spezieller Verpackung in ein weit entferntes Labor geschickt werden. Irgendwie hat Kritiker dabei ein schales Gefühl: So Verwechslungen sollen ja auch in den grössten Labors schon mal vorkommen. Mehr oder weniger häufig.

Aber der Bundesrat, der uns allen eh die Renten, für die wir nahezu ein Leben lang geschuftet haben, kürzen möchte, steht da über der Sache: Neben den Bodyguards, die der Steuerzahler berappt, haben die Herr- und Damschaften dort in Bern ja eine bevorzugte Behandlung mit bevorzugten, eingeflogenen Spezialisten, so sie denn einmal wegen eines Schwächeanfalls ins Krankenhaus müssen.

Soll noch einer etwas von Demokratie schwafeln…


Feb 26 2009

COOP: Alles superfrisch?

Tag: P R A N G E R, Promotiondoe @ 19:14

Der Coop wirbt täglich mit den superfrischen Lebensmitteln, die es da in den Filialen gibt. Das reizt auch Kritiker. Nur ist halt gut gemachte Werbung noch lange kein Garant für frische Artikel. Eigentlich schade…

Das zeigte sich dieser Tage auch beim Käse aus dem Coop. Gekauft, drei Tage im Kühlschrank zwischen gelagert, dann angeschnitten, dann den Rest nochmals zwei Tage zwischen gelagert. Und als es dann Kartoffeln mit Käse gab, kam die böse Überraschung: Der Gotthard-Käse war voller Schimmel. Eigentlich eine Seltenheit, dass ein Hartkäse im Kühlschrank schimmelig wird. Aber eben: Coop hat nur frische Frische.

So durfte Kritiker dann abschneiden und abschneiden und schliesslich reichte der Gotthard-Käse gerade noch für eine Kartoffel. Der Rest landete im Abfallkübel. Dann geht doch Kritiker wirklich lieber zum Aldi, auch wenn es dort keine Superpunkte gibt.

Schön wäre es, wenn sich Coop dafür eine Erklärung ausdenken würde. Aber die müssen ja zuerst nachprüfen, ob das ein einzelfall war oder ob da noch andere Gotthard-Käselaibe betroffen waren. Will heissen: Es bringt nichts, gegen sture Köpfe anzurennen. Aber immerhin gibt es die Möglichkeit, diesen auszuweichen.


Feb 25 2009

XBOX-Bundle: Jetzt in rot…

Tag: Games Xbox 360doe @ 16:54

Microsoft bringt eine limitierte Stückzahl der roten XBOX in den Handel. Wie viele Exemplare der roten Konsole die Schweiz erreichen werden, ist noch unbekannt. Sicher aber ist heute schon, dass da ein Run ausbrechen wird - neben all den grauen und beigen Geräten endlich mal Feuer auf oder neben dem PC/TV wird viel Freude bereiten. Und da es sogar noch ein Game im Bundle dazu gibt, scheint der Verkaufserfolg nahezu sicher…

Auch der Preis scheint vernünftig angesetzt zu sein: Richtpreis knappe 500 CHF, aber es ist zu erwarten, dass da Discvounter diesen Preis sehr schnell unterbieten werden. Kritiker freut sich für alle XBOX-Fans. Farbe ist ja nötig nach all den weissen Tagen, die wir hier in der Schweiz erleben durften.

Das Spiel „Resident Evil 5“ gehört ebenfalls ins Gesamtpaket. So wie auch ein roter Wireless Controller, ein schwarzes Headset und eine 120 GB Festplatte. Schade nur, dass die Komnsole nicht vor Weihnachten auf den Markt kam - dann hätte selbst Kritiker sofort zugeschlagen.


Feb 24 2009

Geografie: Ungenügend!

Tag: Newspaper Review, P R A N G E Rdoe @ 18:13

Im abendlichen Online-Tagesanzeiger eben gelesen und gestaunt: Lidl gibt die ersten Standorte in der Schweiz bekannt. Dann mal auf der Tagi-Site geguckt, wo denn Lidl nun wirklich hin will. Und Kritiker war erstaunt ob den geografischen Kenntnissen der Tagi-Redaktion! Wobei es natürlich auch durchaus möglich wäre, dass der Tagesanzeiger einfach nur die Abbildung von Lidl übernommen hat. Das wäre schlimm für künftige Lidl-Mitarbeiter. Schlimmer aber ist es, wenn der Tagi solch Unwissenheit ungeprüft zulässt. Und ganz schlimm ist es, wenn diese Karte direkt vom Tagi stammt.

So soll es in Kritikers Nähe zwischen Solothurn und Biel einen Lidl-Laden geben - nämlich in Baar (siehe Bild). Kritiker dachte bisher, dass Baar in der Nähe von Luzern oder im Kanton Zug liege. Aber eben - auch Google weiss da nicht viel mehr. Und deshalb dankt Kritiker dem zuständigen Redaktor einmal mehr für dessen Falschinformation - denn ohne GPS und Internet wäre Kritiker dann irgendwann mal los gefahren, um zu sehen, wie sich der Lidl in der Nähe so macht.

Aber wie schon öfters erwähnt - Journalismus heisst heute scheinbar einfach abschreiben oder nicht selbst recherchieren, Ausnahmen gibt es zwar, aber die sind immer weniger anzutreffen. Und mit dem Baar zwischen Solothurn und Biel liegt da irgendwer falsch - vermutlich der Tagesanzeiger-Redaktor, denn Kritiker glaubt kaum, dass sich Billigdiscounter Lidl die Mühe macht, gleich eine Karte mit Punkten und Point&Klick-Material anzuliefern…

Nachtrag: Vermutlich meinte der Tagi Bellach - denn das hat ja auch ein “B” am Anfang…

Nachtrag 2: Inzwischen hat es der Tagi selbst gemerkt und aus dem Baar (siehe Bild) ein Bellach gemacht. Nett…


Feb 23 2009

Fuselnächte und sportliche Tage

Tag: P R A N G E R, societydoe @ 12:12

Wie froh ist Kritiker, dass am Mittwoch der ganze Zauber vorbei ist - dann regnet es Asche auf die Häupter der Fuselnächtler. Denn anders lässt sich die Fasnacht heute nicht mehr beschreiben. Was einst als “Vertreiben des Winters” galt, wird heute als Massenbesäufnis gefeiert. Eigentlich schade…

Angefangen hat das alles schon letzte Woche. Kritiker konnte noch so lange rum zappen - überall das gleiche Bild: Maskierte Menschen wie in einem Horrorfilm, Geplärr und immer wieder das bekannte “Trärä, Trärä, Trärä” - was scheinbar einem so genannten Tusch gleich kommen soll. Und dann zwischendurch die Interviews, o weia.

Da fragte doch eine Jungreporterin in Mainz, Köln oder sonstwo die Fuselnächtler, warum sie mitten in der Finanzkrise noch so ausgelassen feiern können. Kritiker fand die Frage spannend und blieb schnell auf dem Sender. Die Antworten waren ebenso banal wie nichtssagend. Denn da hiess es etwa: “Man gönnt sich ja sonst nie was.” Oder: “Einmal im Jahr muss man es krachen lassen.” Noch schöner: “25 Euro Eintrittsgeld und die Party mit allen Getränken (extra zu bezahlen) darf man sich doch wohl für eine Nacht voller lachender und singender Menschen noch leisten.” Von Rezession keine Spur. Aber viele lallende, torkelnde und schwankende Menschen, Männlein und Weiblein, eben Fuselnacht. Gut, geht der Spuk dem Ende entgegen. Doch: “Wir werden immer Karneval haben, jedes Jahr, komme, was da kommen mag.” Na denn Prost!

Bleibt noch der sportliche Aspekt der letzten Woche zu erwähnen: Die nordischen Weltmeisterschaften in Südkorea. Kritiker zählte knapp drei Handvoll Teilnehmer aus dem südostasiatischen Raum, also aus Chna, Taiwan, Japan und Korea. Alle übrigen Sportler kamen aus Europa, Amerika, Australien und Afrika. Natürlich per Flugzeug. Die Loipen für Langlauf und Biathlon wurden künstlich angelegt. Der Schnee auf den Schanzen ebenso. Bis dann der Schnee in so grossen Massen fiel, dass immer wieder nachgespurt werden musste. Und das in Zeiten von Energiemangel und stets steigenden Rohstoffpreisen.

Kritiker versteht die Welt nicht mehr. Oder die Welt versteht Kritiker nicht, was nahezu das Gleiche ist…


Feb 20 2009

10 Rappen Dividende

Tag: Shorties, societydoe @ 18:22

Die CS (Credit Suisse) gab bekannt, dass sie immerhin 10 Rappen pro Aktie als Dividende bezahlen werde.
Das ist doch schon was in dieser Zeit, oder?


Feb 11 2009

Winterferien?

Tag: Schmuckstücke, Shortiesdoe @ 15:26

Früher, sehr viel früher, war Kritiker um diese Zeit entweder in Wengen oder in Sankt Moritz. Skifahren. Und manchmal ist er samt Frau und Kind so braun gebrannt heim gekommen, dass man ihm nachsagte, er sei wohl auf den Malediven gewesen.

Zum Skifahren ist Kritiker zu alt geworden - die Knochen schmerzen schon, bevor er daran denkt. Aber die Erinnerungen an diese wunderschönen Winter bleiben, vermutlich nicht mehr zu löschen, eingebrannt. Und so machen solche Fotos dann auch eher Spass, wenn Kritiker den heutigen Tag geniesst, statt sich dem Alltag zu widmen. Denn der kommt jeden Tag - das Prachtswetter ist hingegen eher eine Seltenheit.

Manchmal muss sich der Mensch der Decke nach strecken. Will heissen: Kritiker macht seine Winterferien auch dieses Jahr wieder in seinem Hüttli…


Feb 09 2009

Die Wegwerf-Kidz

Tag: P R A N G E Rdoe @ 11:53

Es lebe das Schlaraffenland! Das liegt dort, wo die Schullkinder ungehindert ihre Pausenbrote, die mitgegebenen Mandarinen und Bananen, die Äpfel und Birnen einfach entsorgen, entweder direkt auf der Strasse oder dann in Kritikers Garten.

Wohlgemerkt -die Pausenbrote sind noch verpackt, die Früchte unberührt. Und Kritiker fragt sich zum wiederholten Mal, ob denn diese Nullbock-Generation nicht weiss oder nicht mal wissen will, dass da wertvolle Nahrungsmittel einfach entsorgt werden, nur damit dann nach Schulende noch ein Schokoriegel, eine Cola, eine Packung Knusperware beim Denner oder in einem anderen Laden gekauft und in der Gruppe verzehrt werden kann.

Aber Aussenstehende wie Kritiker haben da nichts zu sagen - das ist Sache der Eltern und der Lehrerschaft. Doch die haben allesamt wohl schon aufgegeben und stecken den Kidz lieber genügend Taschengeld zu, zahlen dem Jungvolk horrende Handy-Rechnungen und kaufen ihnen die neusten Mopeds und Roller, so die Kidz das erforderliche Mindesalter erreicht haben. Und das nur, um sie ruhig zu stellen.

Bleibt noch anzumerken, dass diese Art der Erziehung auch Nahrung wegwerfende Kidz nicht zu erwachsenen Menschen, die noch die Nahrung ehren, machen wird. Es lebe der Wohlstand, wo Vater und Mutter sich abrackern, damit die Kinder dann das erwirtschaftete Essen einfach wegwerfen dürfen. Pfui Deibel…


Feb 08 2009

Papst Benediktus wird unerträglich

Tag: P R A N G E Rdoe @ 11:56

Schwere Zeiten für die katholische Kirche: Da leugnet ein Bischof den Holocaust und will zuerst “Beweise sehen”, bevor er diese abscheuliche Tragödie, den Genozid an den Juden, als Wahrheit anerkennen will. Kritiker fragt sich, wo der Herr Williamson zur Schule gegangen ist. Oder hat er die Geschichtsstunden bewusst geschwänzt?

Und da kommt ein Bischof aus Linz (Felix Austria) und will Schwulen und Lesben den richtigen Weg durchs Leben weisen. Denn deren Verhalten sei ganz und gar nicht christlich. Das gibt dem Vatikan und seinem Oberhirten vermutlich zu denken - aber der Vatikan schweigt auch zu diesem Thema beharrlich weiter.

Was zu ungezählten Kirchenaustritten geführt hat und noch zu vielen weiteren führen wird. Macht nichts, Kritiker konnte mit diesen Scheinheiligen nie etwas anfangen. Das begann schon in der Volksschule, als Kritiker jeweils in die Schäm-Dich-Ecke knien musste, weil er morgens um sechs nicht in der Messe aufgetaucht war und deswegen bestraft wurde. Das ging dann weiter mit den unseligen Beichten, in denen der jeweilige Kaplan oder Priester Sachen wissen wollte, von denen Kritiker mit acht Jahren noch gar keine Ahnung hatte. Und es gipfelte darin, dass ein schriftlicher Kirchenaustritt nicht anerkannt wurde, nein doch, eingeschriebene Briefe gelten da nicht, da musste Kritiker schon selbst antraben, quasi einen Eid ablegen, dass er mit diesen Scheinheiligen nichts mehr zu tun haben möchte. Und dann nochmals unterschreiben - Bürokratie selbst in der Dorfkirche.

Und Papst Benediktus, ein Bayer wohl, findet es bis heute nicht nötig, den Ketzerorden der Pius-Brüderschaft aufzulösen oder eben diese mit einem Bann (früher war das üblich!) zu belegen. Nein, der Papst schweigt und lässt seine Sprecher irgendetwas faseln. Kritiker stellt sich unter dem obersten Kirchenfürsten der Katholiker eigentlich etwas anderes vor…

All das und noch viel mehr: Der Papst wird für seine Schafe unerträglich und müsste ganz einfach zurücktreten. Aber das machen nur Politiker, Päpsten liegen solche Gedanken fern. Und so wird die katholische Kirche weiterhin unter einer ihrer schlimmsten Krisen leiden müssen, wie dazumals, als es einen Gegenpapst gegeben hatte, der dann in Avignon residierte.

Erzkonservativ, etwa in Sachen Antibabypille und Abtreibung, sitzt da einer der reichsten Männer auf seinem Thron und merkt nicht, wie ihm seine Gefolgschaft in Scharen davon läuft. Und der Benediktus merkt auch nicht, dass “seine” Kirche vor einer Spaltung (diese Alternative bietet Klaus Stöhlker den verzweifelten Schafen in seinem Blog an) steht, wieder einmal, wie zu Luthers Zeiten. Macht auch nichts…


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