Jul 29 2008

Distelhonig…

Tag: societydoe @ 10:58

… soll herb, nicht zu süss schmecken und sehr gesund sein. Das wird den Bienenzüchter in der Nachbarschaft sehr freuen. Denn dessen Bienen saugen alle Distelblüten an Kritikers Pflanze leer.

distelbienen.jpgUnd Kritiker denkt, da wäre dann doch ein kleines Gläschen Distelhonig angesagt, nur schon wegen der Geschmacksnote. Leider haben aber die Bienen kein Nummernschild wie es bei Autos und Häusern üblich ist - so kann Kritiker die Bienen nicht einem Züchter zuordnen. Und damit ist der Traum vom Distelhonig auch schon vorbei…


Jul 28 2008

Auf dem Rücken weiter fliegen? Oder wie?

Tag: Newspaper Reviewdoe @ 15:40

Da sind schon mal die schwarzen Politiker. Geier der besonderen Art. Da sind aber auch die Kolkraben, Kritikers Lieblingsvögel. Nicht nur, weil die BZ (Berner Zeitung) diese als “Gross, schwarz, intelligent” in der heutigen Ausgabe bezeichnet hat.

hae_2.jpgNein doch. Der Autor in der BZ fand, dass eben diese Kolkraben (siehe Bild)  “sogar mit dem Rücken nach oben”  fliegen können. Die Kritiker haben sich gewundert und dann den Raben und Krähen in der unmittelbaren Umgebung zugeschaut. Aber, by Manitou, die fliegen ja alle ganz normal  “mit dem Rücken nach oben”.

So hat wohl einer der Jung-Schournis einmal mehr nicht gelesen, was ihm da vorgekleckert worden ist. Und deshalb fliegen die Kolkraben eben weiterhin mit dem Rücken nach oben, auch wenn sie sich im Flug umdrehen können, und dann direkt den Himmel anschauen…

Macht nichts, die BZ betreibt Jugendforderung, und das ist gut so, denn der Beruf des Journalisten ist brotlos geworden…


Jul 26 2008

Basler Rundgang am Tage…

Tag: societydoe @ 09:50

bbh.jpg   Reisender, bist Du in Basel, dann mach Dich auf Überraschungen gefasst. Nicht nur an der Fasnacht. Schon der ganz normale Alltag ist berauschend. Und Du merkst schnell, dass Du in einer multikulturellen Weltstadt gelandet bist. So viele Sprachen, die Du hörst, kannst Du gar nicht verstehen. Und als Nichtschweizer wirst Du auch mit dem Basler Dialekt Deine Mühe haben… Basel. Das Münster ist seit Jahren mit einem Baugestell versehen. Das fällt gar nicht mehr auf, man gewöhnt sich daran. In manchen kleinen Gassen riecht es so, wie es noch vor 100 Jahren gestunken hat – Notdurft. Hunde, so weit das Auge reicht, vom Mops bis zum Boxer, vom Yorkshire bis zum Schäfer, vom Mischling bis zum Stammbaum-Krüppel. Beinchen heben an jeder Ecke. Kacken, und die Hundeführer haben „per Zufall“ keine Tüte dabei, um den Dreck zu entsorgen. Verkehrsschilder im Museum, Verbotstafeln.  Basel. In einer alten Kneipe erzählt ein Gärtner sein Leid von gestrigen Abend, an dem er gute 200 Fränkli versoffen hat und dann zu müde war, um heimzukehren. Also schlief er am Kleinbasler Rheinufer ein. Dann wurde er scheinbar an der Schulter gerüttelt und holte im Rausch-Schlaf einfach mal aus und traf dabei einen Polizisten so unglücklich, dass dieser direkt in den Rhein fiel. Logo: Polizeiposten, Verhör, schliesslich wieder frei mit der Auflage, dem Polizisten die Reinigung der Uniform zu bezahlen. Vermutlich wird da noch Tätlichkeit gegen Beamte dazu kommen, aber was soll es – in einer Weltstadt schläft man ja auch nicht am Ufer des Rheins. Wo kämen wir denn da hin… 

bsku1.jpg   bsku2.jpg    bsku3.jpg  

 

 

Basel. Und seine Musen – die Museen. Damit ist nicht der Eglisee gemeint, nämlig. Sondern die vielen, grossen und wunderbaren Ausstellungen. Eine davon ist besonders interessant. Aber auch in der Fondation des Herrn Beyeler ist vieles zu sehen und auch manches, das eigentlich nicht in die derzeitige Ausstellung passt – ich würde nie einen Roy Lichtenstein neben einen Fernand Léger hängen, auch wenn ich das nötige Grossgeld dafür hätte.  

 mess2.jpg   Basel. Die Messe, die nach dem Willen der Stimmbürger abgerissen werden soll und einem Neubau weichen muss. Ein Unding. Aber vielleicht passt die „neue“ Messe dann besser zum Messeturm. Und zum nebenan stehenden Hotelkomplex. Die Erinnerungen an die feuchten Orbit-Tage werden spätestens mit dem Neubau vergessen gehen.

 

 

 bsbai1.jpg   bswc.jpg   Basel: Die Rio Bar platzt aus allen Nähten, der Daigg ist anwesend, jedenfalls das, was sich aus jugendlichem Leichtsinn dazu zählt. Der Jung-Daigg eben. An einem Tischlein sitzt ein etwa 80jähriger Mann, mitten im Lärm und Geschwafel des scheinbaren Daiggs, und löst unbeirrt ein Kreuzworträtsel. Er hat so ein lustiges Käppchen auf mit einem Reissverschluss, dort hat er sein Kleingeld parkiert, in der kleinen Tasche hinter dem Verschluss. Er trinkt ein Glas Orangensaft, ich nehme an, gemischt mit einem Schnaps. Wodka? Basel. Da dürfen die Baizen, die in der Steinen auf dem Trottoir Tische und Stühle anbieten wollen, um neue und alte Kunden anzulocken, künftig keine Plastikstühle nach Methode IKEA und so aufstellen – nein, Plastik ist verboten und wird geahndet. Also muss irgendein Holzstuhl oder ein Metallsitz her. Als ob dies ein anderes Bild ergeben würde in einer Strasse, in der nachts der Lärm stehen bleibt und sich an die Mauern drückt.  Basel. Von der Dachterrasse eines Hochhauses gesehen, Schlote und Riesenblocks der Chemie, Verwaltungsgebäude der Pharma-Industrie. Gut, ist gerade Inversionslage.  So bläst uns nicht der gefilterte Feinstaub der Kehrrichtverbrennungsanlage ins Gesicht. Die Arbeiterhäuser der Chemieriesen sehen seit Jahren gleich aus. den nahe gelegenen Flughafen höre ich nicht. Dafür aber in der Nacht den Güterbahnhof – könnten die Bahnen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz nicht mal die Räder der Wagons ölen lassen? Basel. Wieder Dachterrasse – der Sonnenuntergang. Hinten irgendwo das Elsass. Und weit entfernt das AKW Fessenheim – grauselig, die Idee, so nahe bei solch einem löchrigen Kraftwerk zu wohnen. Der Blick in die Stadt runter – ja, jetzt gehen wir nochmals auf die Gasse… tatoo.jpg    Basel. Und seine Hilfs- und Freizeit-Polizisten. Die siehst Du überall, sie sind gegenwärtiger als der Papst. So passiert es, dass Du Deinen Abfall, der beim Picknick in einem Park angefallen ist, in einer Tragtasche mit Dir nimmst (statt ihn einfach liegen zu lassen, wie das in Basel öfters vorkommt) und dann in einem Papierkorb bei einer Tramstation entsorgst. Saubere Sache. Wäre da nicht irgendein BVB-Aufpasser, der Dich deswegen „Abfalltourist“ nennt. Und Du fragst Dich, warum denn da grosse Papierkörbe stehen – sicher nicht nur wegen der vielen Gratiszeitungen, die eh niemand in den Papierkorb wirft, sondern frisch fröhlich durch die Lüfte flattern lässt. Basel. Ein Tiegel der Weltkulturen. Während Männer gerne im „Premium Apple Store“ die neuesten Errungenschaften von Steve Jobs bestaunen und sich ärgern, dass kein IPhone mehr lieferbar ist, warten die Frauen vor dem Geschäft nebenan und bestaunen die Lederhandtaschen. In der „Brötli-Bar“ gibt es die besten Tatar-Brötchen. Auf der Strasse entdeckst Du die neuesten Porsche- und Ferrari-Modelle en miniature – Kinderwagen, die sechs Monatsmieten kosten. Mit Scheibenbremsen und Gepäckablagefach. In Basel werden noch Kinder produziert. Gut so, die AHV scheint gesichert.  Basel. Im Irish-Pub noch schnell ein rotes Bier trinken, feiner Sound. Die Service-Mitarbeiter basteln vor dem Pub eifrig an Girlanden mit Schweizerfähnchen – der 1. August naht. Im Spar-Laden werden Feuerwerkskörper aller Art abgeboten und verkauft. Kein einziges Auto zu sehen, dass noch die CH-Fähnchen aus alten EM’08-Zeiten an den Fenstern montiert hat.  

bbh1.jpg    bbh2.jpg      bbhq11.jpg   

Basel. Am Bahnhof mit seinem schönen Haupteingang beginnt dann das übliche Gehetze.

 

Basel. Nur keinen Anschluss verpassen. Eilen, so weit die Füsse tragen. Jedenfalls bis zum nächsten Zug, der dorthin fährt, wo er hin soll. Und ich weiss immer noch nicht, warum unsere Staatsbahnen, die SBB, keinen direkten Zug Basel via Olten ins Dorf, das sich Stadt nennt, anbieten.  Basel. Einmal im Jahr. Nicht mehr. Nicht weniger. Aber sehr intensiv.  


Jul 25 2008

Basel: Comics im Museum

Tag: Promotiondoe @ 10:06

3enten1.jpgTrick, Tick und Track, Onkel Donald, Bugs Bunny - wer kennt diese Figuren nicht mehr aus seiner Kindheit. So gesehen also nicht unbedingt ein “Muss ich sehen”-Anlass im naturhistorischen Museum in Basel (nmb). Doch aufgepasst: Wer kennt diese und andere Figuren auch als Skelette?

donaldbru1.jpg    donald12.jpg

Der südkoreanische Künstler Hyungkoo Lee hat es geschafft, den kleinen Spassmachern die Federn zu rupfen und das Fell auszuziehen und präsentiert nun die Wesen unserer Kindheit als Skelette - ein Heidenspass, der aber auch zum Nachdenken Anlass gibt.

Das naturhistorische Museum in Basel zeigt die Werke des Herrn Lee noch bis zum 31. August. Öffnungszeiten und Hinweise auf geführte Rundgänge entnimmt der Leser der Website des Museums.

  donaldfly.jpg   donaldhas.jpg   donaldkra.jpg   donaldvorn.jpg   Wichtig: Fotografieren ist erlaubt, aber nicht mit Blitzlicht.Und eine Wiederverwertung kommerzieller Art ist strengstens untersagt. Hingegen dürfen die selbst gemachten Fotografien in Blogs und auf Websites gezeigt werden, wie Kritiker von Marc Zehntner, dem Leiter des Museums, schriftlich mitgeteilt bekam. Schade, diese Bilder hätten sicherlich mancher Zeitung Freude gemacht und ebenso dem Leser auch. Aber es gibt halt Spielregeln, daran muss sich auch Kritiker halten.

Deshalb: Alle diese Fotos sind mit einem Kritiker-Copyright versehen. Man gehe selber ins Museum zu Basel und fotografiere dort auch - ohne Blitz natürlich. Das bringt demnaturhistorischen Museum ein paar Batzeli mehr. Und das ist gut so. Denn irgendwie müssen solch herrliche Ausstellungen ja finanziert werden. Nämlig.

Fotos: Copyright by Kritiker



Jul 24 2008

Wieder AKW-Unfall in Frankreich

Tag: P R A N G E Rdoe @ 12:52

Und wieder ist bei Tricastin in Südfrankreich Uran ausgetreten, diesmal aus einem still gelegten Reaktor. Laut Agentur-Medlungen sind dabei gegen 100 Arbeiter kontaminiert worden.

Und wie immer beschwichtigen die Betreiber: “Es besteht keine Gefahr für die Umwelt oder die Menschen.” Lustig findet das Kritiker schon lange nicht mehr, dieses Herunterspielen von Tatsachen…


Jul 21 2008

3. AKW Unfall in Frankreich

Tag: P R A N G E Rdoe @ 17:00

Schlimer geht’s nimmer: Heute, mal wieder mit grosser Verspätung, gab  die französische Atom-Behörde bekannt, dass bei einem Unfall in einem AKW bei St. Alban 15 Arbeiter verstrahlt worden sind. Muss das lustig sein…

Das darf aber niemand der schweizerischen Atomlobby erzählen, sonst beschwichtigen die wieder und starten dann sogar noch - auf Kosten des Strombezügers - unnütze Werbekampagnen für die Sicherheit der Kernkraftwerke…


Jul 21 2008

Terrorismus hat die Schweiz erreicht

Tag: societydoe @ 10:47

taliban.jpgWie Kollege Hape F. neulich entdeckt hat, haben sich die Taliban in der Schweiz eine eigene Bergbahn eingerichtet. Um die Bevölkerung und die Touristen nicht zu verunsichern, wurde der Name der Bahn leicht den hiesigen Verhältnissen angepasst.

(Foto: Hape F.)


Jul 20 2008

Schweizerische Leidenschaften und Eigenarten

Tag: Wort zum Sonntagdoe @ 06:30


Man sagt der Schweiz viele Dinge nach, die so nicht unbedingt stimmen. So isst nicht jeder Schweizer pro Woche ein Kilo Schokolade. Und auch nicht jeder Schweizer hat eine Sammlung von teuren Uhren, einen Weinkeller mit edlen Tropfen oder einen Notvorrat an Käse und Butter. Nein, der Otti Normalschweizer ist eigentlich ein ganz normaler Mensch, abgesehen von seinen landesweit verbreiteten Leidenschaften. Die unten stehende Liste ist natürlich unvollständig, aber für das Vordere Emmental kann sie in etwa gelten…

 

Am Samstag  in der Früh (also etwa 07.01 Uhr) ist der normale Schweizer auf der Matte – der Rasen wird mit dem neuesten Sitzmotorrasenmäher auf den Millimeterschnitt getrimmt

 

Fast jeder schweizerische Haushalt hat wenigstens drei Automobile. Das grosse für den Papa, das kleine für die Mama, und den Sportwagen für das Kind. Sollte aber mal das grosse Auto ausfallen, muss das Kind aufs Auto verzichten, dann fährt Papa mit dem Flitzer. Seltsam, dass diese grossen Schlitten so häufig Pannen am Wochenende haben.

 

Otti Normalschweizer hat gerne Fernsicht. Auf die Alpen etwa. Oder wenigstens bis zum nächsten Kernkraftwerk. Insgeheim hegt er aber den Wunsch, dass irgendwann das Mittelmeer die Alpen überschwemmt, dann ist die Reise nach Kakafuia nicht mehr notwendig.

 

Am Stammtisch, beim Einkaufen und auch sonst überall lästern Herr und Frau Schweizer prinzipiell über die hiesigen Politiker. Wenn aber Wahlen anstehen, gehen sie entweder gar nicht zur Wahl oder sie stimmen für jenen/jene, über die sie vor ein paar Tagen noch gelästert haben.

 

Grillen im Freien. Das machen auch andere Leute. Aber der Schweizer zieht es weiterhin vor, seine Holzkohle mit einer chemischen Paste zu bespritzen, damit die Kohle schneller glüht. Das riecht dann sehr fein, die Würste haben daran ebenso viel Freude wie die nicht grillierenden Nachbarn, und meistens verkohlt dann das Fleisch, weil gerade eben ein Freund auf dem Handy angerufen hat, der unbedingt wissen wollte, wie er seine Bratwurst braun statt schwarz und trotzdem „durch“ geröstet bekommt.

 

Juchzen und Jodeln gehört in der Schweiz zu den geschützten Gepflogenheiten wie das Gebimmel der Kirche zu völlig unnützen Zeiten. So wird dann eben gejuchzt und gejodelt, wann immer es passt – wehe dem, der bei offenen Fenster gerade mal „Dark side of the Moon“ in normaler Zimmerlautstärke laufen lässt, um vom Gejuchze und Gejodel nichts mitzubekommen. Das kann zu zwischennachbarlichen,  diplomatischen Verstimmungen führen.

 

Für Otto Normalschweizer gibt es zwei Sorten von Wetter: Positiv wird allgemein gesehen, wenn die Sonne brennt oder der Schnee mindestens einen Meter hoch ist. Zum negativen Wetter gehört Dauerregen und dicker Nebel. Seltsamerweise kann Otto Normalschweizer diese Prioritäten auch ins Gegenteil verwandeln: Nach drei Tage bei 30 Grad wünscht er sich den Regen herbei und wenn der Schnee einen Meter hoch liegt, wünscht er sich Sonne und Tauwetter mit Nebel.

 

Jeder Otti Normalverbraucher in der Schweiz hat wenigstens schon einmal von Computer und Internet gehört – das ist Weltspitze. Gebraucht wird das Gerät und das Web aber meist nur nachts, wenn die Kidz nicht drauf rum ballern – dann darf Papa surfen und sich im Web stimulieren lassen.

 

Der sonntägliche Kirchgang ist im Vorderen Emmental weniger ausgeprägt als im Hinteren Emmental, wo die echten Schweizer noch im Sennenchütteli (Männer) und in Trachten (Frauen) gemeinsam dem Pfarrer die Hand schütteln. Nach der Predigt geht dann der Mann in die Beiz und die Frau kehrt an den Kochherd zurück – immer noch so, wie es bei Gotthelf und Keller beschrieben ist.

 

Geranien von hellrot bis rosa, von dunkelrot bis fast weiss zieren jeden zweiten Balkon und jedes dritte Fensterbrett. Der fremde Einwohner wird sofort erkannt: Er hat keine Geranien.

 

Der Schweizer ist bekannt für seine Pünktlichkeit. Er trägt im Normalfall drei Uhren, an jedem Handgelenk eine und dann noch eine Taschenuhr. Und diese Uhren werden jeweils nach dem Glockenschlag gerichtet, sollten sie nicht genau laufen. Am Sonntag wird dann die Sonntagsuhr angezogen ebenso wie der Sonntagskittel.

 

Auch am Arbeitsplatz nehmen es die Schweizer mit der Stechuhr sehr genau: Zwei Minuten zu früh bei Arbeitsbeginn und drei Minuten zu spät bei Arbeitsende – das macht beim Chef Eindruck.

 

Jassen ist der Volkssport Nummer eins. Inzwischen wird das traditionelle Kartenspiel aber stark von den Poker-TV-Games angegriffen.

 

Das Schweizer Fernsehen bringt mindestens eine volkstümliche Sendung pro Woche, meist sind es zwei. Dann sind in gewissen Dörfern die Strassen leer gefegt wie früher bei einem Durbridge.

 

Als typischer Nationalsport gilt (nein, nicht der Fussball) das Schwingen. An grosse Schwingfeste kommen mehr Besucher mit grosser Fachkenntnis als an Fussballspiele der obersten Liga. Das Schwingen gilt im Ausland als Kampfsport wie etwa in Japan das Samurai-Ringen.

 

Der Wellensittich, über dessen Käfig abends während der TV-Tagesschau ein Tuch gelegt wird, fehlt im typischen Schweizer Haushalt ebenso wenig wie zwei Bilder: Eines mit dem bekannten röhrenden Hirsch, ein zweites mit der barbusigen Zigeunerin.

 

Der Notvorrat ist ebenfalls in nahezu jedem Haushalt vertreten, die Russen könnten ja kommen. Und deshalb hat das Familienoberhaupt auch sein Armee-Sturmgewehr oder die Offizierspistole oder dem Bett liegen.

 

Auch typisch: Die allermeisten Haushalte haben drei Bankkonten. Eines für die täglichen und monatlichen Ausgaben, ein zweites für möglicherweise Erspartes und ein drittes, auf dem die Ehefrau jeweils den Rest des Haushaltgeldes Ende Monat für spezielle Zwecke (Weihnachtsgeschenke, Begräbnisse etc.) anlegt.

 

Nachbemerkung: Diese Liste kann vermutlich so oder ähnlich auch für Deutschland oder Österreich gelten. Und: Sie ist keineswegs vollständig und kann laufend ergänzt werden.

 


Jul 18 2008

AKW: Pannen häufen sich

Tag: P R A N G E Rdoe @ 16:12

“Eine Gefahr für die Umwelt oder die Menschen besteht nicht!” Das ist die Aussage des französischen Umweltministers, nachdem in den letzten zwei Wochen in zwei Atommeilern ausgetretene radioaktive Flüssigkeit die Flüsse verseucht hat. Das führte zu Badeverboten, Fischerei-Verboten und zu Grundwasser, dass sehr wahrscheinlich auch betroffen ist.

Und in der Schweiz will ATEL und BKW insgesamt drei neue AKW bauen. Kein Wunder - pro Tag liefert so ein Nuklearmeiler rund eine Million CHF Gewinn. Das rechnet sich - deshalb wollen die Betreiber auch das längst veraltete AKW “Mühleberg” bei Bern nicht still legen. Ein GAU in diesem maroden Schuppen würde nicht nurBern, Freiburg und das Seeland gefährden - die Folgen wären nicht zu kalkulieren. Zu bezahlen schon gar nicht.

Und Kritiker wundert sich weiter, dass es da (abgesehen von der bezahlten Lobby und den gekauften Politikern) immer noch Leute gibt, die im Atomstrom die Rettung aus einer vorgegaukelten Stromkrise sehen…


Jul 16 2008

Tomatos

Tag: Promotion, societydoe @ 17:19

Als Kritiker bei Zorra dieses Bild sah, musste er sofort in seinen Vorgarten eilen, um zu sehen, wie es denn um die eigenen Tomaten bestellt ist. Das Bild spricht Bände…

Aber Kritiker erinnerte sich: Damals, in früher Jugend, kannte er Tomaten nur als Suppe. So in einem weiss-roten Blechgebüchse. Und die ersten frischen Tomaten bekam er irgendwann mit sieben oder acht Jahren, damals konnten sich das seine Eltern endlich leisten.

Eigene Anbauversuche haben sich meist als Schneckenopfer entpuppt - nur abgefressene Blätter, keine Blüten, keine Tomaten. Dieses Jahr ist - nach erfolgreicher Schneckenmörderei - nun endlich Schluss mit “Wieder keine eigenen Tomaten”! tomato.jpgDie drei Pflanzen blühen und gedeihen und inzwischen hat es schon fünf Tomaten dran. Die müssen nun aber vor starkem Regen und Hagel geschützt werden. Und rot werden sollten sie auch noch, bevor es wieder schneit…

Das  Vordere Emmental ist eben nicht so sonnenreich wie Andalusien…


Nächste Seite »