Es ist ja nicht das erste Mal, dass Schweizer Soldaten im WK oder in der RS tödlich verunfallen. Scheinbar gehört das zum Bild der Schweizer Armee. Denn “nur ein guter Soldat wird auch ein echter Mann.” Das ist kein Trost für die Angehörigen der Opfer dieser obertrotteligen Generäle und Hauptleute - das ist höchst bedrückend. Nur gut, gibt die GSOA wieder Gas…
Fall 1: Im Winter sterben am Eiger mehrere Soldaten, weil ein Truppenkommandant sie den Berg hinauf hetzte, wohlwissend, dass ihm Bergführer und Einheimische davor wegen der Lawinengefahr gewarnt haben. Aber Kommandanten wissen alles besser und überhaupt: Wie sollen junge Männer echte Männer werden, wenn sie sich nicht mal auf einen Lawinenberg trauen?
Fall 2: Letzte Wochen starben im Kandertal wiederum Soldaten und Unteroffiziere. Sie mussten mit einem völlig untauglichen Boot die wilde Kander hinab paddeln, “Teambildung” nannte das der zuständige Kommandant. Dass der Herr Teambilder nicht im Boot sass, versteht sich von selbst, dass auch er von Einwohnern und Flusskennern davor gewarnt worden war, hat er in den Wind geschlagen, denn schliesslich müssen junge Schweizer Soldaten ja zu echten Männern werden - da gehören Todesfahrten halt auch dazu.
Es gibt noch andere Fälle aus den letzten Jahren. Und die Militärjustiz wird sich einmal mehr auf die Seite der Streifenträger schlagen (ein Esel beisst dem anderen kein Ohr ab). Nur gut, sind die allermeisten Freunde des Kritikers nie in diesem Menschen verachtenden Club gewesen.
Und wenn diese Kommandanten nun auch noch Milliarden für neue Militärflugzeuge ausgeben wollen, die in zwei Minuten von Genf bis Kreuzlingen fliegen, um dort sofort wieder zu wenden, so scheint das Kritiker ein echter Hohn - so geht das ja wohl nicht.
Dass Blogger Leumund deswegen nun sogar (oder war das sarkastisch gemeint, Herr Loi?) den Rücktritt von Bundesrat Samuel Schmid fordert, befremdet Kritiker. Ist Herr Loi ein Armeegrind? Oder leidet er immer noch noch unter Nikotin-Entzug?