Aug 31 2010

Uhrenmafia tobt sich aus

Tag: P R A N G E Rdoe @ 17:01

Kritiker hat die Welle der Viagra-Spams überlebt. Das waren einfach Löscharbeiten. Dass da die Pharma-Industrie nichts unternommen hat, bleibt Kritiker ein Rätsel. Aber vermutlich verdient man in Basel genügend Geld, um da einfach beide Augen zuzudrücken.

Nun rollt unaufhörlich die Uhren-Welle auf Kritiker zu. Sperrmassnahmen scheinen nichts zu nützen. Jedenfalls hat Kritiker täglich fünf bis zehn Angebote für gefälschte Markenuhren. Beispiel gefällig?:

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Diese Liste liesse sich fortsetzen. Kritiker fragt sich nur, was unsere Uhrenindustrie dagegen unternimmt - vermutlich nichts.
Dann laufen halt bald alle Leute mit falschen Rolex oder Tag-Heuer herum - macht ja nichts, sieht aus wie echt, tickt immer falsch - aber es ist eine Edelmarke. Wenn auch gefälscht. Kririker wundert sich einfach ob der Gelassenheit der echten schweizerischen Uhrenmacher, dass diese solche Fälschungen einfach akzeptieren…


Aug 17 2010

Spam as Spam can

Tag: P R A N G E Rdoe @ 20:40

Die unerwünschte Junk-Werbung nimmt weiter zu - jetzt kriegt Kritiker bereits zehn oder mehr Mails pro Tag, die ihm günstige Uhren (Kopien), Handtaschen oder sonstiges “BRAND”-Material andrehen wollen. Wobei die Absender nie zu ermitteln sind, eine Preisliste gibt es ebenso wenig wie auch eine Anwort auf eine Anfrage. Dabei wollte Kritiker ja nur dem Staate helfen, um diese Absender zu identifizieren. Aber das geht eben nicht so einfach - Kritiker sieht da vor sich den alten Mann mit dem abgesägten Bein, der mal vor dem Coop sitzt, in der Stadt, die früher ein Dorf war, mal in Aarau am Bahnhof hockt, oder dann in Olten, so in der Unterführung, bei Regen. Er sammelt Geld, das ihm dann wieder abgenommen wird.

Spam - das ist das Thema. Dieser alte Mann wird ebenso benutzt wie all jene, die aus irgendeiner Adresslist tagtäglich Mails versenden, es gebe hier und sicher Original-Marken als Kopien. Ja, was denn nun, Original oder Kopie?

Ein weiteres Instrument der Fake-Dealer ist die telefonische Bestätigung eines Gewinns für ein Gewinnspiel, an dem Kritiker nie teilgenommen hat. Das geht sehr einfach: Man möge dem Anrufer der Firma XYZ einfach mal die Kontonummer senden - 20 000 CHF seien garantiert. Lässig. Wenn Kritiker da nicht so kritisch wäre, hätte er wohl schon Millionen verdient :-)

Es wird lästig. Und da unser Bakom nichts gegen solche Wrbeangriffe unternehmen kann (Zitat aus der Überwachungs-Stelle): “Wir können das nicht filtern oder sperren”, bleibt nur:

DELETE.

Und nach 18 Uhr nur noch Telefonate annehmen, die identifiziert sind auf dem ISDN-Apparat. Denn diese Abzocker sind nun wirklich etwa so etwas wie die Heuschreckenplage. Nur sind sie grösser, haben viel mehr Muskeln.

Deshalb läuft bei Kritiker immer der Anrufbeantworter. Das endet dann meistens mit einem “Null” - will heissen, nichts zu sagen. Das ist gut so, Kritiker hat keine Interessen an einem Gratis-Kaffeefährtchen, kein Interesse eingesperrt zu sein, über Stunden, bis er dann wirklich raus will - aber halt - da sind zwei Bodyguards, die stoppen das. “Sie fahren mit uns erst zurück, wenn wir fertig sind.”

Schöne Firma…


Aug 03 2010

Die Böllerer vom Dienst

Tag: P R A N G E R, societydoe @ 19:36

Endlich - der Nationalfeiertag gehört der Vergangenheit an und kommt erst im Jahre 2011 wieder. Nicht, dass Kritiker etwas gegen Nationalfeiertage hätte, ganz im Gegenteil, aber er hat was gegen unnützes Geballer aus allen Rohren - als würde die Schweiz in den Krieg ziehen.

Es bgann schon drei Tage vor dem 1. August - erste Böllerschüsse, erste Kettenknaller (schweizerdeutsch: Damenpfürze) weckten bei Kritiker das Gefühl, es sei an der Zeit, irgendwohin zu reisen, um dieser unsinnigen Knallerei auszuweichen. Am 31. Juli haben dann wohl einige Leute das Kalenderblatt falsch gelesen - der dritte Weltkrieg schien ausgebrochen, mitten am Tage. Und abends ging es natürlich darum, wer dem Nachbarn zeigen kann, dass die eigenen Böller noch lauter sind und teurer waren.

Ihr Knallfrösche: Das Geld für die Knallerei wäre sicherlich für die Flutopfer in Pakistan besser verwendet worden. Oder vielleicht für unsere Bergbauern. Aber das Böllern geht da vor - man muss ja schliesslich knallen, um zu zeigen, dass die Schweiz auch noch da ist. Individuelles Geknalle - nicht so wie in Basel, wo 100 000 Besucher auf den Rheinbrücken und aus den Hotelzimmern staunend zusahen, wie sich da 18 Tonnen Feuerwerk (Angaben Sonntagszeitung) verballert wurden. Von den Kosten spricht Kritiker lieber nicht.

Am Nationalfeiertag dann (Kritikerfamilie hatte alle Fenster geschlossen und die Rollos runter gelassen), zogen schwere Wolken am Himmel auf. Gut so. Denn die ganzen Raketen, die Richtung Sterne, respektive Wolken, abgefeuert wurden, kamen nur mit einem Knall zur wahren Pracht, von Farben und Sternschnuppen war vor der Türe am Himmel nichts zu sehen. Und Kritiker hat gelernt: Selbst in einer Finanzkrise muss geballert werden. Nun denn - am Sylvester wird es kaum anders sein.

Schön nur, dass es Läden gab, die bewusst auf den Verkauf dieser chinesischen Marschflugkörper verzichtet haben. Was zwar den Sommerumsatz schmälern dürfte. Aber dafür haben diese Ladenbesitzer ein reines Gewissen. Sie leben noch nicht im Krieg für eine Nacht…

Nebenbei sei bemerkt, dass sich da viele Mitmenschen schuldig gemacht haben, denn es wurde ganz klar in den Amtsblättern geschrieben, dass Feuerwerk in bebauten Gebieten untersagt ist. Nur wer hält sich da schon daran nach einer Bratwurst und sechs Flaschen Bier im Kopf?


Jul 21 2010

AG = Achtung Gefahr: Blinde am Steuer!

Tag: P R A N G E Rdoe @ 13:13

Der Fahrer dieses Autos kann scheinbar nicht lesen. Oder er ist zu bequem dafür. Jedenfalls parkte er seinen Audi direkt auf Kritikers Parkplatz, der bewusst als Privatparkplatz angeschrieben ist. Und dort, wo er ausgestiegen ist, hängte eben dieses Schild, dass es sich um einen privaten Parkplatz handelt. Nun. Aargauer sind halt so - ebenso rücksichtslos auf der Strasse wie im Umgang mit privaten Grundstücken. Kritiker klemmte dem Herrn einen Zettel an die Windschutzscheibe. Mit dem Hinweis, das Lesen so etwas wie Glückssache sei.

Zwanzig Minuten später erschien der Herr in Kritikers Vorgarten. Er entschuldigte sich und meinte dann, dass er das Schild nicht gesehen habe. Direkt dort, wo er ausgestiegen ist. Seltsam. Leseschwach? Oder einfach rücksichtslos? Dass der Herr noch mit seinen beiden rechten Rädern auf der Strasse stand, interessierte Kritiker nicht weiter - beim üblichen Traktorenverkehr hätte er wohl keinen Rückspiegel mehr gehabt. Dass der Herr aus dem Aargau dann aber noch über Kritikers Wildgarten her zog, mit seiner Handykamera ein Bild von Kritiker machen wollte, ging dann doch zu weit.

Kritiker wollte der Diskussion (wer diskutiert schon gerne mit einem Audi-Fahrer, speziell wenn dieser aus dem Aargau kommt) ein Ende bereiten und bat den Herrn aus dem Aargau freundlichst (zuerst), dann etwas lauter, nun sofort das Grundstück zu verlassen, denn auch dieses sei Privatbesitz. Nun Herr Aargau-Mann verstand das nicht, liess sich weiter über Kritikers Wildgarten aus und meinte dann, dass diese Aarwangener schon ein kurrliges Volk seien. Kritiker bat den Herrn nochmals, das Grundstück zu verlassen. Doch da kamen zuerst noch ein paar böse Worte, die nicht hierher gehören, dann zog der Aargau-Mann endlich davon. Und Ruhe herrschte. Da sagt man immer, Berner seien Sturköpfe. Aber immerhin - sie können wenigstens lesen…


Jul 20 2010

Die Abfallgebühren-Abzocker

Tag: P R A N G E R, societydoe @ 14:55

Kritiker hat schon vor ein paar Jahren darüber geschrieben – die Abfallgebühren im Dorf werden gleich mehrmals erhoben. Und das kostet mehr Geld, als sich ein normal denkender Mensch vorstellen kann. Dabei entsorgt Kritiker seine leeren Flaschen ordentlich im Container, dabei hat er nun einen Händler gefunden, der ihm sogar Geld für die leeren Alubüchsen bezahlt und den Karton gratis annimmt, ohne Gebührenmarken. Aber die Gemeinde und der Kanton wollen Geld – für was eigentlich? Die Politiker wären gefragt – aber die machen vermutlich auch das Händchen auf…

Also, das beginnt schon mal mit den Abfallsäcken und dem Karton: Da gehören Gebührenmarken drauf, sonst bleibt das Zeugs auf der Strasse stehen. Pro Grösse des Abfallsacks sind das eine bis drei Pflichtgebührmarken, ebenso für den Karton und natürlich auch für die Sperrgutabfuhr. Die Grünabfuhr ist ebenfalls gebührenpflichtig. Das findet Kritiker in Ordnung so - wer Abfall erzeugt, soll auch dafür bezahlen.

Bedenklich wird es, wie Kritiker schon berichtet hat, wenn die Abfalltonnen, die im Dorf aufgestellt sind, keine Alubüchsen annehmen, die nicht sauber flach getreten worden sind - sie passen einfach nicht in den Schlitz. Begründung des Abfall-Chefs der Gemeinde: “Das würde zu viel Volumen im Container bringen.” Und die Folge daraus: Der Abtransport wäre zu teuer für den Inhalt, der vom Altwarenhändler schliesslich auch bezahlt wird. Schöne Logik - Kritiker geht mit seinen Alubüchsen nun halt direkt zum Altwarenhändler und kriegt dort sogar noch Geld dafür. Und die Rückenschmerzen sind deswegen auch weg - Kritiker muss nicht jede Büchse einzeln flachtreten und sich dann noch bücken - die Bandscheibe sagt Danke. Der Gemeinde entgehen so einige tausend Franken, denn nicht nur Kritiker hat diesen Ausweg aus der Abzockerei gefunden. Ebenso mit dem Karton - der wird nicht mehr mit kostenpflichtigen Marken beklebt, sondern direkt abgegeben - gratis. Bleibt noch das Sperrgut, aber dafür gibt es meist Brockenstuben, die sich für alte Bettgestelle oder Tische interessieren. Auch nichts für die Gemeindekasse.

Und den Grünabfall aus dem Garten wird Kritiker künftig direkt in eine Kompostanlage bringen - kostenfrei. No Money für die Abzocker.

Denn die wollen nicht nur das Geld für die Abfall-Entsorgungs-Marken, die wollen noch mehr. So steht auf der Rechnung der Gemeinde jeweils ein Betrag von einigen hundert Franken für “Kehrichtentsorgung”. Aha, Kritiker muss doppelt bezahlen, einmal für die Marken, dann noch für den Steuervogt. Und schliesslich kommt dann noch eine Rechnung vom Kanton, der da auch gerne etwas an Kritikers Abfall verdienen will - Kehrichtsteuern. So gerechnet, bezahlt Kritiker und alle anderen im Dorf wohl dreimal für den gleichen Mist. In einer normalen Gemeinde dürfte diese Abzockerei nicht funktionieren. Im Dorf, in dem Kritiker lebt, ist das aber scheinbar seit Jahren üblich.

Und Kritiker ist sich fast sicher, dass die Gemeinde demnächst noch Internet-Abfall-Steuern verlangen wird - vielleicht nach MB gerechnet oder nach Worten. Denn irgendwie müssen ja die Abfallentsorgungsbeamten bezahlt werden - also am besten mit allem, das in den Abfalleimer auf dem PC wandert. Ist schliesslich Abfall - und der muss bezahlt sein. Folglich wird an jedem PC ein Zähler angebracht - Entsorgungsgebühr pro Wort, MB oder so. Also für alles, was im Papierkorb auf dem PC landet. Ein Grund mehr, dem Dorf den Rücken zu kehren. Aber darüber würden sich zu viele Abfall-Beamte freuen…


Jun 13 2010

Sind die Evangeliker noch zu retten?

Tag: P R A N G E Rdoe @ 19:15

20 Minuten vor acht: Die Kirche jagt den Kritiker aus dem Wintergarten raus, schade um die herrlichen Lasagne. Es läutet. Bis um 20 Uhr. Die haben doch einen Knall, sagt sich Kritiker und schaut sich den WM-FFahrplan (das ist der einzige Satz, den Kritiker über dieses Milliardenspiel verliert und verlieren wird) und sieht, nix CH-Sieg oder so.

Aber was läuten die denn? Der Sommer hat begonnen. Es ist kein bedeutender Politiker dahin gegangen. In die Kirche kommt eh kein Schwein resp. Mensch. Notfallübung? Oder ist den Pfarrleuten mal wieder die Sicherung durchgebrannt?

Die Situation ist eine unklare. Und mit den Pfaffen will Kritiker eh nichts zu tun haben. Aber so ein Gebimmel scheint Kritiker eine Störung der Sonntagsruhe zu sein. Nur kümmert sich darum niemand - Man kann ja auch am Sonntag Bäume zersägen. Da sagt auch niemand was… - man lebt halt auf dem Land. Und selig sind all jene, die wieder in Stadt zurück kehren. Trotz CO2-Belastung. Bleibt die Frage: Sind diese Leute dort unten in der Kirche noch zu retten?


Jun 06 2010

“WORD” raubt Kritiker den Schlaf

Tag: P R A N G E R, Wort zum Sonntag, softwaredoe @ 12:20

Seit etwa sieben Jahren arbeitet Kritiker mit MS Office 2003. Normalerweise problemlos. Doch seit der letzten Woche hat sich das gewaltig geändert.

“WORD” hat sich eigenständig gemacht.Und blendet, auch wenn geschlossen und nicht genutzt, von selbst immer wieder etwelche sinnvollen Meldungen ein, wie etwa den Spitzenreiter der Absturzanzeige: “Word hat ein Problem festgestellt und muss geschlossen werden.” Bums und weggeklickt. Knapp eine Minute später, Kritiker arbeitet gerade im Photoshop, die gleiche Meldung. Und so geht es tagelang. Die Funktion “Reparieren” lässt sich zwar starten, endet dann auch irgendwann, aber gleich nach dem Neustart kommt die bekannte Meldung wieder. Das passiert hin und wieder, und, nicht immer, auch bei Outlook. Also, Virenscanner über die Festplatte jagen. Neustart. WORD meldet sich wiederum.

Gestern hatte Kritiker die Nase voll. Die üblichen Bloggerkreise konnten nicht weiter hellfen. Also, die ganze MS-Suite deinstallieren. Und ganz neu aufsetzen. Das braucht Zeit und Laune, wobei die Laune eigentlich schon vermiest war. Bei solch Wetter wegen WORD zum Sesselhocker werden, das muss nicht sein. Dann der bekannte Neustart. WORD aufrufen. Siehe da - die Meldung ist auch schon wieder vorhanden. So weiss Kritiker nun nicht, an was das liegen mag. Will etwa MS Kritiker auf diese Art dazu bewegen, endlich mal auf eine neue Version umzusteigen?

Den einen Virenscanner deinstalliert, einen zweiten aufgespielt, das übliche Update-Prozedere, dann den neuen Virenwächter über die Festplatte gejagt, nichts gefunden. Aber nach Abschluss der Jagd sofort wieder die sattsam nervige Meldung auf dem Monitor erhalten. Abschalten, ein Glas Wein zur Beruhigung trinken. Noch einen Versuch wagen. Denkste, gleich nach dem Einloggen das gleiche Problem. Kritiker ging früh schlafen. Irgendwie war es seltsam, dass da ein Programm einfach Probleme entdeckt, wo doch keine sein sollten. Deshalb schlecht geschlafen, der Kopf konnte nicht abschalten und studierte seine Gehirnzellen wund - eine Lösung ward nicht gefunden.

Logo, heute am frühen Nachmittag, PC eingeschaltet, Mails abgerufen, und während Kritiker eine Antwort schrieb, sei gegrüsst “Sonnenschein”, kam der “Sonnenschein” (lies die WORD-Meldung), prompt wieder - es ist zum Heulen. Da Computertechniker meist sehr viel von Hardware verstehen, aber eher wenig von Software, bittet Kritiker nun hier die Leser um Rat: “Wie können die Probleme von WORD aus der Welt geschafft werden, auf dass Kritiker wieder ein normales PC-Leben führen kann?


Jun 02 2010

Stinke sauer

Tag: P R A N G E Rdoe @ 16:08

Irgendwer bastelt unbemerkt an Kritikers PC rum. Wer das ist, weiss Kritiker nicht. Nur gelten Kritikers Passworte nicht mehr, es kommt einfach die Meldung: Falsches Passwort. Over. Ist das nun der GAU?

Also vermutlich nichts mehr in der Matschbogs, bis dieser Bug zu beheben ward….


Mai 25 2010

Typisch amerikanisch

Tag: P R A N G E Rdoe @ 17:42

Da hat Kritiker doch einen Norton Security 2010 bekommen. Gut so, der findet wenigstens alles. Aber: Der Herr Norton will ein Passwort . Das hat Kritiker leider vergessen.

Also möchte er sein Passwort haben, das ist ja zu bestellen. Vierzehn Mal hat Kritiker dieses Passwort angefordert, und immer erhielt er die obenstehende Meldung. Aber ein Passwort kam nie an. Nun halt denn, lasst uns den Viren-Scanner wechseln…


Mai 24 2010

Perverses Inserat

Tag: P R A N G E Rdoe @ 07:38

Gestern in der Sonntagszeitung gesehen und auf den ersten Blick gedacht: Aha, das IPhone sieht nun ein bisschen anders aus. Dieser Eindruck ist durch den optischen Approach entstanden - Schallwellen, in der Mitte das vermeintliche neue IPhone. Und dann gelesen und fast erbrochen.

KENT, das war in Kritikers Jugendzeit der Ersatz für alle jene, die sich die Dunhill-Packungen nicht leisten konnten oder, was häufiger der Fall war, die beim Dunhill- und KENT-Geschmack keinen Genuss finden konnten. KENT galt dazumals als Zigarette für alle, die nicht mit der gewöhnlichen Select rum laufen wollten und in der Beiz stolz die weisse KENT-Schachtel auf den Tisch legten. Das waren eigentlich nur wenige Leute, aber immerhin - sie rauchten KENT und keine blauen Gauloises, ohne Filter und auch keine gelben, mit Filter. Und diese Leute sassen denn auch meist an ihren Tischen, Hierarchiedenken beim Zigaretten rauchen.

Nun kommt KENT mit zwei gross gedruckten Warnungen, die obligatorisch sind, und weist auf die Schädlichkeit des Rauchens hin. Wohlgemerkt: Auch auf der schwarzen Packung aufgedruckt. Passt gut zum Gedanken an Lungenkrebs, so eine schwarze Packung. Und im Inserat steht dann: “More Taste than you expect at 7 mg.” Also mehr Geschmack auf den Lungenkrebs? Und als Titel haben sich die Werber (passend zu den bereits erwähnten Schallwellen) den folgenden Slogan einfallen lassen. “New KENT Surround.”

Kritiker fand das dann wirklich zum Kotzen und beschloss, dass er auf diesen Surround-Geschmack gut und gerne verzichten kann und weiterhin bei seinen Camel ohne Filter bleibt.


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