Es gibt Leute, die entsorgen ihren Abfall irgendwo im Wald oder in einer Kiesgrube. Das ist ebenso wenig lustig wie die leeren Robby-Dog Säcke, die Kritiker der Wind in den Vorgarten weht. Aber noch schlimmer treiben es die amtlichen Abfallentsorger. Denn da hält eine Bruderschaft aus irgendwelchen SVP-Mannen eisern zusammen. Kritiker fasst sich so kurz als denkbar.
Im Dorf wird der Abfall mittels Abfallsack entsorgt - das ist pro Sack eine Abfallmarke zu 2.00 CHF. Das ist gut so. Denn so wird weniger Abfall irgendwo hin gekipppt. Und dann hat das Dorf auch noch einen speziellen Abfallhof, gleich neben dem Werkhof. Dort kann man sogar Kapseln (für den Nespresso) seperat entsorgen. Das muss man dann wohl bewundern - schlau gemacht.
Nur mit Kritikers Büchsen geht das nicht. Der Schacht im Abfall-Container ist geschlossen. Kritiker müsste alle seine Büchsen, Bier, Cola, Sprite, Red Bull und so, zuerst auf ein paar Zentimer zusammen drücken, um dieses wertvolle Altmaterial dem Recyling zu übergeben. Man mache das mal mit einem Bandscheibenschaden…
Also schrieb Kritiker einen Brief an die Gemeindeverwaltung, welchen diese sofort an den zuständigen Mitarbeiter weiter geleitet hat. Das war für Kritiker aussergewöhnlich schnell. Und die Anwort kam postwendend. Der nette Herr, der dort zuständig ist, schrieb dem Kritiker, dass er halt seine Büchsen flach machen müsse, sonst gehen diese eben nicht nicht in Schlitz. Und der Grund dafür sei: Die Transportkosten für den Container, der die Büchsen sammelt, sind sonst zu hoch. “Prost”, sagte Kritiker, aber eben, der Herr von der Abfall-Entsorgungs-Maschinerie etc. der Gemeinde hatte dafür kein Verständnis. Denn Kritiker fragte mittels Brief ganz offen, wie es denn mit dem Altglas sei?. Denn da werden ja Sixpacks, Weinflaschen vom kleinen Fendant bis zum viel-litrirgem Merlot einfach so in den Container gesteckt. Von wegen Hohlraum…
Keine Antwort. Dafür hat Kririker eine neue Stolperfalle entdeckt: Diese kleine Treppe führt zum Ziel, dass da alte und junge Menschen sich vom Altmetall befreien soll. Kritiker hat sich das genau angeschaut und dann gedacht: Wer zahlt die Operation einer Oma, die hier ihr Altmetall entsorgen will und diese Wackeltrreppe runter fällt? Der Herr von der Entsorgung etwa? Wohl kaum, der achtet nämlich auf die Büchsen.
Lustig ist das gar nicht. Nein doch, denn selbst ein Email an den obersten Abfallhändler im Dorf blieb ohne Antwort. Kritiker wollte nämlich seine Dosen dort abgeben und entsorgen. Aber beim Metall-Schrott-Händler ist vermutlich der PC kaputt oder die Sekretärin ausgefallen oder dann hat dieser Herr mit dem anderen Herrn von der Gemeinde telefoniert und hofft nun, dass Kritiker einen Fehler macht. Macht er aber nicht - es gibt Kantone, die ohne ohne die ZIMMERLI AG auskommen.
Ja nun denn halt: der Herr von der Abfall-Entsorgungs-Stelle wird halt ein paar Gebührenmarken kassieren, das wertvolle Alu wird dann in einem Schmelzofen verbrannt und Kritiker fragt sich, wo denn die Sinne in diesem Gemeinderat geblieben sind. Aber es wundert Kritiker nicht - das sind alles SVP-Starrköpfe.
Bleibt nur zu sagen, Seldwyla war einmal. Aarwangen existiert noch…