Mittwoch, 26. September 2007
Richard Zierl:
Technische Fotografie
Boah. Da bekam Kritiker von Pearson vor einigen Monaten ein Buch zugeschickt, das es in sich hat - im wahrsten Sinne des Wortes. Selbst wenn der Titel vielleicht manchen Leser abschrecken dürfte - technsiche Fotografie? Aber Autor Richard Zierl geht da viel weiter als gedacht, denn...

... hier wird nicht nur Beleuchtung mittels diffusen Lampen oder strahlenden Spiegeln berichtet. Hier wird auch erklärt, welche Ausrüstung ein mittelmässiger Amateur benötigt, welche Techniken er für sein Fotoproblem benötigt, wie er in welchen Arbeitsumgebungen reagieren und fotografieren muss oder kann. Und - besonders empfehlenswert - erläutert Zierl die Bildnachbearbeitung in allen Details. Womit auch dem Laien das Thema der Freistellung, der Maserung eines Bildes und vieles mehr offenkundig verständlich wird.

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Mittwoch, 5. September 2007
Guiness
Buch der Weltrekorde 2008
Alle Jahre erscheint das Buch der Weltrekorde. Und es wird immer dicker, da es immer mehr Leute gibt, die neue, verrückte Weltrekorde erreichen. Das ist schön so und darauf trinken wir doch gleich einmal ein Guiness...

Ein paar wenige Beispiele aus dem reich bebilderten Rekordwälzer: 160 398 zahlen Mitglieder hat Benfica Lissabon - das ist Weltrekord. Die grösste Hundehochzeit fand in Hilversum (Holland) statt - es nahmen 27 Hundepaare teil. Den teuersten Cocktail der Welt gibt es im Hotel Merchant in Belfast: "The Traders Mai Tai kostet pro Glas 1103 Euro - dies nur wegen des 17 Jahre alten Jamaikaruhm Wray an Nephew.

Noch mehr gefällig? Der grösste Robotoer heisst Robodog, stammt von Roboscience und kann ein fünfjähriges Kind heben. Die grösste Hufeneisenskulptur besteht aus 1071 Pferdebeschlägen und wurde in Tennessee gebastelt. Eine Italienerin brachte 15 mal Drillinge zur Welt - auch ein unübertroffener Weltrekord....

Fazit: Wer sich einmal richtig amüsieren will, braucht das neue Guiness-Buch der Rekorde. Denn über so viele Verrückte auf 280 Seiten im Grossformat kann man nur lachen...

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Michael Amon:
Nach dem Wohlstand
Der Autor zeichnet einmal mehr die Machtgelüste der politischen Parteien im Gerangel um die globalisierte Gesellschaft auf, nennt Namen, legt Fakten auf den Tisch. Dabei scheut sich Amon auch nicht, die Schattenseiten des Wohlstandsmenchen von heute aufzudecken - ein politisches Sachbuch, wenn man so will.

Amon beschreibt detailliert, dass die Politik nicht auf den Menschen ausgerichtet ist, sondern auf sich selbst, dass es - nicht nur in Österreich, sondern europaweit - nur noch auf das Wirtschaftswachstum ankommt, und keineswegs auf den Bürger, der eben dieses Wachstum zu erwirtschaften hat, damit ihm der Wohlstand erhalten bleibt. Und Amon führt Beweise an, dass wir alle eigentlich gar nicht mehr bremsen können: Wir nähern uns mit Überschallgeschwindigkeit dem Untergang. Schuld daran sind Regierungen, Parteien, egal welcher Couleur - und natürlich der Bürger selbst, der diese Politiker doch immer wieder wählt.

Ein Buch, das jedem kritischen Mitbürger zu empfehlen ist. Und sicherlich auch jedem Politiker, der nach einer Selbsteinschätzung sucht und diese nicht in sich selber findet...

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Web 2.0 Praxis - das Buch
Als Kritiker vor ein paar Monaten einen Kollegen naiverweise fragte, was denn eigentlich nun das Web 2.0 bedeute, schüttelte dieser den Kopf: "Ich weiss es auch nicht." Dann bestellte Kritiker bei Markt + Technik das Buch "Web 2.0 Praxis und gab es mir zum Studieren - ich sollte ihm dann eine Zusammenfassung schreiben, über das Buch natürlich, nicht über das Web 2.0. Hier ist also die Besprechung, ich hoffe, dass Kritiker das nun versteht... :-)

Das M+T Buch beschreibt das Web 2.0 für den Einsteiger, leicht, verständlich, bietet Scripts und Vorlagen und ist eigentlich nur zu empfehlen. Es findet sich alles (fast alles) über Add Buttons, Tag-Clouds, eigene Communities mit Ning, Microformat-Gestaltung mit CSS, Newsfeeds in eigener Regie, über die Einbindung fremder Newsfeeds, natürlich auch über das immer beliebtere Podcasting darin. Das Thema "Blog" wird sehr ausführlich behandelt, und als ich dem Kritiker erklärte, dass er mit Hilfe dieses Buches selbst seine Blogs mit Wordpress einrichten kann, war er schon hellauf begeistert.

Als ich ihm dann noch mit AJAX kam, meinte er zuerst eine Fussballmannschaft, die Newsreader verstand er dann ebenso wie auch das Thema zu den Google Maps. Und er fragte mich, ob er das Buch weider bekommen kann, er hätte im Oktober Zeit dafür...

Fazit: So wird das Web 2.0 elbst für Laien verständlich, für fortgeschrittene Anwender fast ein Kinderspiel.

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Freitag, 15. Juni 2007
Rassismus in der Schweiz
Die neuste Ausgabe der Buchreihe "Rassismus in der Schweiz" zeigt chronologisch die Vor- und Zwschenfälle auf, die sich in Sachen Rassismus hierzulande ereignet haben.

Und da wird kein Blatt vor den Mund genommen - da wird all das geschrieben, was wir schon lange wieder verdrängt haben. Kritiker hatte schon die vorhergehenden Ausgaben und hat sich immer wieder gewundert, dass unser "Tourismus-Land" noch derart rassistische Mitbewohner und auch Politiker hat. Die neuste Ausgabe ist ein Mahnmal, ein Denkanstoss und hilft beim Nachdenken über die eigene Position.

Lesenswert in jedem Fall. Weitere Infos gibt es unter http://www.gra.ch

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Mittwoch, 13. September 2006
Guinnessbuch der Weltrekorde
Der neue Weltrekord-Bestseller ist erschienen. Neu, die deutsche Ausgabe, erscheint unter dem Label aus Mannheim, wo auch Brockhaus, Meyers und andere nachschlagewerke in bester Buchdruckmanier fabriziert werden.

Für Kritiker ist das Buch weniger ein Nachschlagewerk, denn ein herrlicher Bildband, der sogar zum Lachen anregen kann. Vom kleinsten Affen bis zum grössten Känguruh der Welt, vom ältesten Elefanten, vom seltensten Meeressäugetier (chinesischer Flussdelfin), vom längsten Walzahn ist die Rede, und die Bilder sind herrlich.

Bei der Politik stach "Die teuerste Amtseinführung" heraus: Als sich der doppelte Georg Busch nach seiner zweiten Wahl wieder am Mikrofon zeigte, kostete die ganze Geschichte runde 33 Millionen Euro. Wer das bezahlt hat, steht leider nicht im Rekord-Buch. Da passt auch gut der Eintrag unter der Rubrik "Spiele". So sagt uns der Bestseller, dass im Jahre 1999 500 Millionen Menschen Monopoly gespielt haben. Ist scheinbar ähnlich beliebt wie Bush...

Auch von Weltinteresse: Die teuerste Jeans der Welt - 115 Jahre Jahr jung, von Levi Strauss, ging für genau 49 600 Euro an einen Japaner bei einer E-Bay-Auktion. Kritiker denkt, dass dem Herrn die Hosen doch zu gross sein müssen...

Krokodile leben gefährlich. Aber sie sind scheinbar auch gefährlich. Denn am 19. Februar 1945 durchquerten 10 000 japanische Soldaten auf der Insel Ramree einen Mangrovensumpf. Am anderen Ende waren noch 20 Soldaten lebend. Der Rest fiel den Krokodilen zum Opfer. Und schliesslich freut sich auch die Schweiz: Auf Seite 249 findet sich Roger Federers Tennis-Endspiel-Siegesserie - auch einen Eintrag im Rekordebuch wert.

Einer der Höhepunkte des Buches, das sehr originell gemacht ist und manchmal unerwartet mit Doppelseiten zum Aufschlagen aufwartet, ist sicher der Weltrekord im Schafezählen. Im Jahre 2002 gelang es in Australien dem Einhemischen Peter Desailly, eine Herde vorbeirennender Schafe aufs Schaf genau zu zählen: Seine 277 gezählten Viecher waren genau richtig. Kritiker schläft da allerdings meist bei 92 ein - kein Wunder, Kritikers Schafe springen bei der Schlafsuche auch über eine Hürde und rennen nicht einfach vorbei.

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Mittwoch, 6. September 2006
Lindenbergs Taschenlexikon
Altrocker Udo Lindenberg (Sonderzug nach Pankow, Andrea Doria etc.) hat die Umschläge des neuen "Meyers Taschenlexikon" (24 Bände) illustriert und zu einem Gesamtkunstwerk gemacht.

Kritiker ist ein Nachschlagefreak. Und es ist ihm nichts lieber, als in einem Lexikon zu suchen, Zusammenhänge dank Querverweisen zu entdecken und so die Lücken in seinem Weltbild nach und nach zu schliessen. Dazu kommt, dass Kritiker nichts mehr liebt als den Geruch neuer, frischer Bücher. deshalb freute er sich heute, als die Lindenbergausgabe ankam. Und jetzt wird gestöbert...

Eine DVD ist auch im grossen Buchpaket enthalten, aber die wird wohl kaum genützt werden - solche Scheiben ersetzen, obwohl komplett wie die 24 Bände, das Buchgefühl einfach nicht.


ISBN-10:3-411-10650-6
CHF 237.--

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Dienstag, 19. Juli 2005
Reiseführer, literarisch...
Kritikers Lieblingsverlag seit vielen, vielen Jahren ist Klett-Cotta: Hier wird abseits vom Mainstream Literatur gedruckt, die plötzlich mainstreamig wird. Leute also, die sehen, was die Zukunft interessieren könnte. Kritiker liegen nun drei "literarische Reisebücher" vor, alles Orte, die Kritiker selbst gut oder sogar sehr gut kennt.

Diese drei Bücher, alle um die 200 bis 250 Seiten dick, gehören zu den Perlen der Reiseliteratur. Da wird einmal die Provence, einmal die Toskana und auch Wien, die Stadt der grossen Sehnsüchte, genauer unter die Lupe genommen. Gut so. Kritiker hat sich schon überlegt, ob er diese Bücher überhaupt jetzt vorstellen soll - weder die Provence noch die Toskana und schon gar nicht Wien sind echte Reiseziele im Hochsommer. Kritiker kennt diese Landschaften und die Stadt im Frühling oder im Herbst. So ist die Provence im Frühling am schönsten, die Toskana wegen ihrer Schwermut im Herbst, und nach Wien reist Kritiker am liebsten im Winter, weil dann auch die vielen Kleintheater den berühmten österreichischen Schmäh liefern.

Das Buch über die Provence, neben der Bretagne wohl das schönste Reiseziel in Frankreich, erzählt uns Geschichten aus der Sicht bekannter Autoren. So etwa Henry Millers Erlebnisse in Avignon, Klaus Manns Ansichten von Nizza, die in dem Buch zu einem neuen Erlebnis werden und aufblühen, so dass sofort im Büchergestell nach den Schriften des Klaus Mann gesucht wird, um diese Passagen noch intensiver nachwirken zu lassen. Aber auch Hemingway, Stendhal, Ernst Jünger und Flaubert melden sich posthum zu Wort - und alles ist so leicht zu lesen und so schön abgesetzt - schade nur, oder vielleicht eben doch richtig, sind die Illustrationen in Schwarzweiss. Sonst würde Kritiker wohl sofort abreisen...

Die Toskana, jener grosse Flecken in Italien, der von Prato bis Piobino, von Siena nach Florenz und von Pisa bis Arezzo reicht, ist wohl der schönste Flecken in Europa - jedenfalls für Kritiker. Hier würde er gerne irgendwo auf dem Lande still und schweigsam sterben, wenn dann die Zeit gekommen ist. Und vorher würde er gerne schwelgen in den Küchen auf dem Lande - Pilze, Rissotto, Würste aller Art, Trüffel und und und. Das hatten auch schon die grossen Dichter gemerkt und sich dort satt gesehen, satt geschrieben und satt gegessen. Die Toskana ist prall an Überraschungen, voll Lebensfreude und voller Wehmut. Leider haben in den letzten drei Jahrzehnten zu viele Touris hier gewütet, manche Orte, die früher wirklich toskanisch waren, sind heute fest in deutscher Hand - und wo früher die Nonna den Hauswein und die Polenta kredenzte, sind heute Wiener, Bockwürste und der Modewein aus Montepulciano angesagt - dementsprechend sind auch die Preise. Literarisch bringt das Buch Lessing (sehr schön), Herder, den Stendhal, der viel gereist ist, und auch Aldous Huxley (jawohl, auch der hat mal getrunken) zu Wort, es finden sich auch Passagen von H. M. Enzensberger und Heine, von Henry James und sogar von Liebling Rilke im Buch - eine echte Reiselektüre, so im Erstklassabteil von Zürich nach Florenz - eine Vorfreude auf einen herrlichen Herbst. Dieser Band aus der Klett-Cotta Reihe der literarischen Streifzüge hat Kritiker am besten gefallen - da steht Romantik nahe beim Vergessen.

Wien Metropolis: Nichts in Sachen Landschaft - aber wahnsinnig viel über die Stadt, die nach San Francisco, Lissabon und Rom bei Kritiker auf Platz Nummer 4 seiner liebsten Städte steht. Klar, die Farben sind hier nicht so leuchtend, die Stadt hat an Glanz verloren und ist in den Seitengassen schon fast wie das Quartier Latin in Paris oder die alte Altstadt (keine Übertreibung) in Rom geworden. Grau, triste. Das Buch von Autor Peter Rosei zeigt Wien in allen Schattierungen und Kritiker konnte sich bei der Lektüre manchmal seiner Erinnerungen nicht wehren: Da war mal die Geschichte mit der UNO, da war mal eine Sache mit einer grossen PC-Firma, da war mal eine Briefmarkensache mit dem Postdirektor, der wie Kritiker am liebsten in Irland gewohnt hätte, damals, mit dem Kritiker einen langen, intensiven Briefkontakt hatte, weil es damals noch kein Email gab, und sich über Merlin, Artus und Excalibur austauschte - aber das ist eine andere Geschichte.
Rosei zieht sein Buch als Roman auf und geht auf gute und schlechte 50 Jahre Wiens ein. Manchmal mit Augenzwinkern, manchmal mit Tipps, wie es anders sein könnte, so man möchte, meist aber sehr objektiv, fast schon journalistisch. Auch wenn es kein literatischer Reiseführer, wie die beiden vorgenannten Bücher, sein mag - für Kritiker ist es ein Lieblingsbuch geworden. Präsziser kann Wien nicht beschrieben werden, nicht mal mit einem GPS-PDA in der Hand. Farbiger, grauer, stiller oder lauter auch nicht. Rosei hat seine Stadt einem DNS-Test unterzogen und folgert aus den Spuren in die Vergangenheit und die Zukunft - lesenswert für alle, die nicht nur den Stefferl und den kleinen Schwarzen mögen...


Alle drei Bücher: Verlag Klett-Cotta

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Freitag, 19. November 2004
David Rose: Guantanamo Bay
AKTUELLER NACHTRAG GANZ UNTEN


Ein Alptraum wurde wahr: Als die ersten Berichte über das angebliche Terorristen-Gefangenlager "Guantanamo Bay" in den Medien auftauchten, dachten die meisten Menschen, das kann nicht wahr sein, das sind neue Medien-Lügen gegen die Bush-Regierung. Doch dem ist nicht so.

David Rose ist ein bekannter Journalist, der unter anderem auch für "The Observer" scheibt, also eine Art höhere Weihe erhalten hat. Rose hat mehrere Gefangene interviewt, hat mit den Oberschergen des Lagers gesprochen, hat das Lager selbst sucht, hat sich für die brutalen Vrhör- und Foltermethoden des US-Militärs informiert und selbst die Mediziner, die den gefangenen "Terroisten" Linderung verschaffen sollten, unbequeme Fragen gestellt.

Nach der Lektüre bleiben Fragen offen, die der Leser sich selbst beantworten muss:

- Warum nennt der Bush-Clan diese Gefangenen "unrechtmässige Kämpfer" und behandelt sie nicht als "Kriegsgefangene ", wie es die Genfer Konvention vorschreibt?

- Sind die von den USA festgehaltenen Menschen wirklich Terroristen im Sinne eines allgemein gültigen Begriffs oder oder wurden sie willkürlich festgenommen und eingesperrt, nur weil sie sich gegen die Bush-Politik aufgelehnt haben?

- Wie definiert die Bush-Adminitration den Begriff "Terrorist"?

- Wie geht es in Guantanamo weiter? Das Thema ist aus den Schlagzeilen verschwunden. Das Lager besteht weiterhin.

Ein Buch, das jeder politisch interessierte Bürger lesen MUSS. ein Buch, das nicht unter dem Kpfkissen liegen bleibt, ein Buch, das sogar zu Tränen rühren kann, ein Buch schliesslich, das nicht nur die Haut geht und die Wut auf Bush und seine Befehlsempfänger noch mehr steigert.

Verlag: S. Fischer, deutsche Erstausgabe, ISBN 3-10-066300-4


NACHTRAG: Es ist gut ein Jahr her, seit ich das Buch über die US-Gefangenen-Insel gelesen habe. Heute meldet die SDA (WSchweiz. Depeschenagentur), dass dem UNO-Brerichterstatter zum Thema Folter zwar der Zutritt zu Guantanamo gestattet worden sei, aber eben, typisch Bush-Regime, nur unter gewissen Auflagen. So dürfte der UNO-Mann nicht mit den Leuten sprechen, die da gefangen gehalten werden, denn, so SDA: "UNO-ermittler sind nicht in der Lage, eine Art von Führung durch Guantanamo zu akzeptieren." Bush und seine Kumpanen halten derzeit gegen 520 sogenannte "Terroristen" auf der Insel gefangen. Und die Verweigerung der Gespräche mit den Häftlingen begründet Bushens Lobby mit dem "Kriegszustand", in dem sich die USA befinde.

Bleibt nur noch die offene Frage: Wer hat denn da den Krieg angefangen?

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Dienstag, 9. November 2004
Duden: Freund und Helfer
Als Kritiker DOE endlich selbst denken gelernt hatte, wandte er sich vom Zwangsbuch "Katechismus" ab und wählte sofort den "DUDEN" als Lieblingsbuch. Das war schon vor vielen, vielen Jahren so. Daran hatte Onkel hatte Onkel Charlie einen Grossteil schuld: Der arbeitete damals beim Mannheimer Morgen und konnte so günstig im Duden-Verlag einkaufen, der im gleichen Haus ansässig war. Und so kam DOE zu seinem ersten Duden.

Im Laufe der Jahre ist der Duden immer dicker, immer moderner geworden. Und hat ganz mächtig ausgebaut, sogenannte "Fach-Duden" verlegt und nun, in diesem Jahr, erschien das grosse Buch der Rechtschreibung, der einzig gültige Standard der deutschen Sprache, erstmals zweifarbig. Aus den reinen Rechtschreibenormen, die meist ein- oder zweizeilig aufgelistet waren, hat der Duden-Verlag nun ein modernes Nachschlagewerk gemacht, das zu verschiedenen Begriffen in kleinen, rot unterlegten Boxen näher auf Zusammenhänge einzelner Worte und deren Beziehungen zu verwandten, im Zusammenhang stehenden Wörtern aufzeigt.

Das ist aber noch lange nicht alles: Der Duden 2004 bringt u.a. auch alle Unwörter und Wörter des Jahres - und das seit 1977. Weiter haben die Mannheimer festgestellt, dass die deutsche Sprache schon wieder 5000 Wörter mehr hat - sie lebt also. Diese "neuen" Wörter sind natürlich nicht von gestern auf heute in die Sprache eingeflossen, nun aber sind sie offiziell geworden. So ist die Ich-AG nun ebenso aufgelistet wie der Jahrhundertsommer, Slowfood wie auch Webdesign, die Zipdatei findet sich nun auch im Duden, auch die Vinothek, auch der Tempomat und der TFT-Monitor. Trotzdem sind immer noch mehr lateinische als englische Begriffe im neuen Standardwerk gelistet.

in der 23. Auflage sind 125 000 Stichwörter mit rund 500 000 Beispielen aufgeführt - ein Wortschatz, der jeden IQ weit übertrifft. Interessant: Der neue Duden hat auch eine CD dabei, die sowohl auf dem PC als auch auf dem Mac installiert werden kann und den gleichen Inhalt wie das dicke Buch (1152 Seiten) hat und sich selbst installiert. Somit ist es während der Arbeit am Rechner jederzeit möglich, Unsicherheiten zu beseitigen - ein, zwei Klicks genügen. Ein weiteres Novum, jedenfalls für DOE, waren die Aussprachehilfen auf der CD: 9000 Begriffe werden "gesprochen" und können über die Lautsprecher "abgehört" werden. Und, und, und ... - DOE war verblüfft, als er sich erstmals auf das gelbe Buch stürzte.

Jetzt muss sich der Leser nur noch klar werden, welche Auflage er daheim oder im Büro vergammeln lässt. Eines ist sicher: Durch das neue Layout und die vielen Zusatzerweiterungen ist der Duden modern geworden. Und eine Neuanschaffung lohnt sich alleweil. Worauf warten die Leser denn noch?

Verlag: Bibliografisches Institut Mannheim, Duden-Verlag

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die nächsten zwei tage bis 1'500 hättest ...
by monoblog @ 31. Dez, 20:44
Auch Kritiker macht Pause
Wie schon in der Matschbogs erwähnt, gibt es gewisse ...
by doe @ 31. Dez, 15:07
Blowing in the wind
Prosecco, Schämpis, Sekt und all diese Dinge ...
by doe @ 31. Dez, 14:14
Gut zu wissen,...
...dass auch Spatzen zirpen können. Knopfler ...
by doe @ 24. Dez, 17:13
Du kennst seine Lieder,...
Du kennst seine Lieder, dann kennst Du auch das Buch. ...
by doe @ 24. Dez, 10:37
Das 24. Türchen
Zeit: As time goes by Wieder einmal gesehen: Die ...
by doe @ 24. Dez, 05:14
epochales werk, da stimme...
epochales werk, da stimme ich dir zu!!
by monoblog @ 23. Dez, 23:43
hmm, den clapton wollte...
hmm, den clapton wollte ich auch lesen, muss ich mir ...
by monoblog @ 23. Dez, 23:42
Gesammelt
Ein Buch, ein paar Erbsen, eine Flasche guten Weines, ...
by doe @ 23. Dez, 19:38
Das 23. Türchen
Audio-CD: Mike Oldfield – Tubular Bells remastered ...
by doe @ 23. Dez, 13:41
Das 22. Türchen
Meine Frau hat mich auf die Idee gebracht: Es braucht ...
by doe @ 22. Dez, 17:15
Vorsätze sind sinnlos
Kritiker musste einsehen, ...
by doe @ 22. Dez, 14:39
Fragen und Antworten (Q&A)
?: wo wohnt die seuche? !: Definitv weiss ich das auch ...
by doe @ 21. Dez, 19:00
Swiss Army ist taktlos!
In der Schweiz ist der Stephanstag, also der 2. Januar, ...
by doe @ 21. Dez, 17:57
Das 21. Türchen
PC GAME NACH AGATHA CHRISTIE: Das Böse unter der ...
by doe @ 21. Dez, 11:01
Das 20.Türchen
Schachcomputer Hier hätte eigentlich ein kleiner, ...
by doe @ 20. Dez, 09:34
Zwischen Denner und Coop...
...gesehen. überlegt und gedacht: Da ist diese ...
by doe @ 19. Dez, 15:13
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... übertrifft alles, was ich bisher erlebt habe. ...
by doe @ 19. Dez, 09:00
NAchdem die nun schneller...
NAchdem die nun schneller weg waren als gedacht, habe ...
by doe @ 19. Dez, 08:59
Ich habe noch ein paar...
Ich habe noch ein paar Dutzend mehr... da dagegen kein ...
by doe @ 19. Dez, 08:50
Das 19. Türchen
Fantasy-Epos: Shadow March Rätselhafte ...
by doe @ 19. Dez, 08:45
deine probleme möcht'...
deine probleme möcht' ich mal haben... beschreibung ...
by mike @ 19. Dez, 07:50
Die BZ gilt im Volksmund...
Die BZ gilt im Volksmund ja auch als Berner Blick...
by doe @ 18. Dez, 16:46
blick ist nun mal blick...
blick ist nun mal blick...
by ule @ 18. Dez, 08:38
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