Freitag, 7. Dezember 2007
Quer gelesen VI
Seit dem letzten Samstag, also eine Woche her, lag die BZ (Bernerzeitung) auf Kritikers Arbeitstisch. Kritiker wusste, dass aus diesen Schlagzeilen ein neues "Quer gelesen" entstehen würde, aber irgendwie hatte er nun tagelang keine richtige Lust dazu, mit Schere und Klebestift zu hantieren.

Bis dann der richtige Moment kam. Und siehe - die BZ hat sich, quer gelesen, einmal mehr selbst übertroffen. Solche Schlagzeilen, welch edler Journalismus...

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Freitag, 30. November 2007
Blutige Bilanz: 2007 bereits 171 getötete Medienleute
pte. Das International News Safety Institute (INSI) hat eine erschütternde Bilanz vorgelegt: In den ersten elf Monaten dieses Jahres sind 171 Medienleute bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit getötet worden. Dies sei die schlechteste Bilanz seit über einem Jahrzehnt. Der Untersuchung zufolge sind allein 64 Journalisten und deren Mitarbeiter im Irak ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr wurden 168 Todesfälle registriert. Als Reaktion rief das INSI zu einem besseren Schutz für Medienvertreter in aller Welt auf.

Das Jahr 2007 sei das blutigste seit Beginn der Erhebungen. 121 Journalisten sind bis Ende November in Ausübung ihres Berufs ermordet oder bei Kriegshandlungen getötet worden. Zählt man zu den ermordeten Journalisten noch die anderen getöteten Medienmitarbeiter wie Fahrer oder Übersetzer hinzu, erhöht sich die Zahl sogar auf 171.

Von den in diesem Jahr Getöteten seien nach Angaben des INSI 34 bei Luft- oder Autounfällen gestorben, 15 seien versehentlich in Kreuzfeuer oder andere Angriffe geraten. Ein Fall sei bisher ungeklärt.
Ein großes Problem in diesem Zusammenhang sei aber auch die Straflosigkeit. Hauptursache für die erschreckende Todesbilanz ist wieder einmal der Konflikt im Irak. Neben dem Irak seien auch Sri Lanka, Afghanistan, Mexiko, Indien und die Philippinen besonders gefährliche Länder für Medienleute meldet heute pte.

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Sonntag, 14. Oktober 2007
Wunschträume?
Kritikers dritte Zähne drohten im freien Fall direkt in die Aare zu sausen. Die letzten Haare auf dem Kopf stellten sich quer in den Wind und wollten schon abheben auf Nimmerwiedersehen. Der Fusspilz schlich sich von dannen, der Schweissfuss auch, und so war dann Kritiker nach dem Gang zum Briefkasten ziemlich geschafft - kein Wunder, wenn eine solche Schlagzeile einem müden Geist plötzlich Beine macht.

Nachher, beim Kaffee, alles gelesen. Und gedacht: Why not? Diese Diskussion gab es schon innerhalb der SP. als Willi "National" Bundesrat war. Sogar innerhalb der Basis der SP. Nur waren die wenigen SPler im Dorfe dazumals nicht zu überzeugen, dass eine starke Opposition besser sei als eine lasche Mitbestimmung...

Nun will der Chrigel Blocher einen Bundesrat ohne SP. Er - der Chrigu, wie er im Dorfe genannt wird (hä?) - wird dann, so es so weit kommt, die Schweizer Fahne wohl ändern und das weisse Kreuz in ein braunes umwandeln, ganz nach dem Motto: "Wir müssen uns gegen alles und jeden abgrenzen." Und dann ist Braun doch die Modefarbe...

Dabei, so denkt sich Kritiker, sollte der Chrigu doch zufrieden sein - die SP ist ja mit fast allem einverstanden, was Blochers Meinungsmacher ins Volk streuen. Und wenn demnächst (unter SVP-Führung) auch noch die Katzensteuer eingeführt wird, dann freut sich Kritiker über die vielen neuen Arbeitsplätze im Dorf: Wem gehört nun welche Katze?

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Samstag, 13. Oktober 2007
Offener Brief an Herrn Thiel
Sehr geehrter Herr Thiel
Laut der Samstagsausgabe der BZ nennen Sie sich Satiriker. Gut so. Ich hätte Sie eher als SVPler mit der laschen Zunge bezeichnet – aber Pressefreiheit hat da ja Vorrang.

Was Sie heute verbrochen haben? Wer denn als "Satiriker" würde einen Grünen als "Biederer Taliban" bezeichnen? Wohl nur ein Glaubensgenosse der unheiligen Gemeinschaft der SVP...

Mir ist jedenfalls das Frühstück und dann auch gleich noch mein Mittags-Essen im Hals stecken geblieben. Aber ich denke, das geht noch anderen Lesern so, die Ihre „Mongolische…Blabla-Weisheiten“ gelesen haben.

Ihre heutigen Anwürfe gegen Herrn Jenni sind völlig haltlos. Und der Vergleich mit den Taliban scheint mir schon fast ein Gesetz zu verletzen… aber über das werden vermutlich die Gerichte entscheiden müssen. Wohl auch eher nach dem Wahlkampf.

Jedenfalls weiss ich nicht, welcher Redaktor bei der BZ ihre Kolumne durchgelassen hat – wer so etwas veröffentlicht, dürfte in Zukunft eigentlich nicht mehr gelesen werden.

Mit keinem freundlichen Gruss

Kritiker

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Montag, 10. September 2007
Abtauchen
Kritiker freut sich immer ob der reizenden Werbung, personalisiert, die er in seinem Postfach findet. Heute war ein besonderer Leckerbissen dabei. Werbung von der renommierten Handelszeitung. Und da liest doch Kritiker, dass er sich am CFO-Forum: "fachlich mit Kollegen auszutauchen und neue Kontakte knüpfen..." kann.

Kritiker ist nicht unbedingt ein Tauchfan. Aber trotzdem fragt er sich, wie er denn mit Kollegen unter Wasser neue Kontakte knüpfen soll. Handzeichen? Flossengebärden?

Seltsam nur, dass sowohl der Stevau-Chefredaktor als auch die Projektleiterin, beide mit Doktortitel, diesen Brief unterzeichnet haben. Irgendwann beginnt Kritiker wirklich der Pisa-Studie zu glauben...

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Freitag, 31. August 2007
Kirchengeläute
Scheinbar ist Kritiker nicht der einzige Mensch, dem das Gebimmel der Kirche im Dorfe auf den Wecker geht. Denn: Nun widmet sich auch der allseits angesehene Beobachter (nur schade, dass jetzt wieder ein paar Evangeliker das Abo kündigen werden) dem Thema. Gut so - vielleicht werden wir es noch erleben, dass diese Pfaffen ihre Schäfchen auch ohne Glocken in die Kirche holen können.

Es ist nämlich wirklich ein Graus, sich Tag und Nacht das Gebimmel anhören zu müssen, ohne dass dagegen etwas getun werden kann. Speziell in der Nacht bei offenem Fenster. Der Kritiker steht da manchmal auf und holt sich in der Küche einen Tee zur Beruhigung der ohnehin strapazierten Nerven. Aber das ist den Evangelikern völlig wurscht - sie sind ja ja staatlich abgesegnet. Und Kritiker denkt sich immer häufiger, dass da so ein Minarett im Dorf, gleich neben der Kirche, doch schön wäre...

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Samstag, 25. August 2007
Rechnen ist Glückssache...
Im KLeinreport gelesen und nachgerechnet. Und Kritiker stellte sich die Frage: Haben die Klartextler irgendwann beim 1x1 in der Schule gefehlt? Hier der Originaltext:

"KLARTEXT
Das Schweizer Medienmagazin
Die nächste Klartext-Ausgabe erscheint am 17. Oktober als Grossauflage. Die Druckauflage beträgt 8 500 Exemplare.
Davon werden 2 800 Exemplare an werbetreibende Firmen, 1 100 Exemplare an Werbe-, PR- und Media-Agenturen sowie 8 000 Exemplare personalisiert an MarketingleiterInnen versandt."

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Sonntag, 19. August 2007
Darauf hat Kritiker noch...
...gewartet. Eigentlich müsste man diese "Medienkampagne" verklagen - denn sie richtet sich ganz klar gegen Ausländer - und nicht, wie demnächst zu lesen sein wird, gegen stupide Kidz, die nur noch in Brocken sprechen und nicht lesen können.

Das ist Rassismus der feinen Art, ihr Herren- und Damschaften. Ziemlich schlimmer Rassismus. Und wenn Ihr schon keine anderen Inserate bekommt, dann könntet Ihr doch mal einen Unicef-Spendenaufruf publizieren - wäre doch was, oder?

Aber so lange die Blochers, Maurers und solche Sturköpfe der anderen Art das Sagen haben, muss sich jede Zeitung halt eben den ESSVAUPELERN anpassen. Macht das. Aber bitte ohne den Kritiker...

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Freitag, 10. August 2007
Schmetterlinge zählen?
Gemäss "Pro Natura" sind 200 von 211 Schmetterlingsarten gefährdet. Nun ruft die Organisation auf, bestimmte Schmetterklinge zu zählen. So liest mensch das in der BZ (Berner Zeitung).
Und Kritiker fragt sich: "Wie geht das denn, wenn immer ein Pfauenauge um den Kopf wuselt, sich verabschiedet und dann ein anderes oder das gleiche wieder kommt?" Einen roten Punkt markieren, am besten mit Leuchtfarbe? Oder einfach nur registrieren, Notizblock mit Strichelliste führen, oder gleich das Notebook einsetzen samt Kamera? Mehr Infos für eifrige Mitzähler gibt es unter www.pronatura.ch... Viel Spass...

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Montag, 6. August 2007
AKW-Werbung -
redaktionell verpackt
Die AKW-Mafia bläst zum Angriff. Sei es auf der einen Front mit Pressemitteilungen, wie schlecht die Schweiz mit Energie versorgt ist und dass es unbedingt ein neues Atiomkraftwerk brauche (neuerlich immer häufiger als KKW bezeichnet, um die Angst der Bevölkerung vor dem Wort "Atom" abzubauen), andererseits mit Interviews der CEOs der diversen Elektrizitätsgesellschaften, die alle nur eines im Sinn haben: Bis 2025 muss ein neues AKW her.

Kritiker findet, dass diese Promotion so ziemlich daneben geht. Speziell, nachdem er dieser Tage ein Interview mit Heinz Karrer, dem CEO der AXPO (das sind jene, die den Fussballnationaltrainer Köbi Kuhn sponsoren) gelesen hat. Schon die Schlagzeile macht Kritiker irre: "Die Schweiz ist nicht ideal für "Solar- und Windenergie." Potz, Herr Karrer.

Und die drei Seiten Interview, die dann folgen, sind ein reines Loblied auf Atomkraftwerke - scheinbar die einzige Lösung, nicht plötzlich ohne Strom dazustehen. Wobei Kritiker betonen möchte, dass die Fragen der verantwortlichen Redaktorin durchaus kritisch waren - aber die Antworten waren eben Wischiwaschi-Blabla und ein Hohe Lied auf die AKW.

Nun, Herr Karrer, so einfach geht das ja nicht: Zuerst Panik machen (Uns gehen die Lampen aus) und dann die Werbetrommel für Atommeiler rühren. Fairplay (dass sollten Sie ja als Handballer kennen, dieses Wort) wäre angesagt - und die Behauptung, dass Solar- und Windenergie in der Schweiz nichts bringe, ist einfach nur heisse Luft - aber das ist Kritiker von den Managern dieser dubiosen EW-Firmen ja gewohnt...

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Ja, schon, wusste aber...
Ja, schon, wusste aber nicht, wann Ihr in die Stiefel ...
by doe @ 2. Jan, 05:46
die nächsten zwei...
die nächsten zwei tage bis 1'500 hättest ...
by monoblog @ 31. Dez, 20:44
Auch Kritiker macht Pause
Wie schon in der Matschbogs erwähnt, gibt es gewisse ...
by doe @ 31. Dez, 15:07
Blowing in the wind
Prosecco, Schämpis, Sekt und all diese Dinge ...
by doe @ 31. Dez, 14:14
Gut zu wissen,...
...dass auch Spatzen zirpen können. Knopfler ...
by doe @ 24. Dez, 17:13
Du kennst seine Lieder,...
Du kennst seine Lieder, dann kennst Du auch das Buch. ...
by doe @ 24. Dez, 10:37
Das 24. Türchen
Zeit: As time goes by Wieder einmal gesehen: Die ...
by doe @ 24. Dez, 05:14
epochales werk, da stimme...
epochales werk, da stimme ich dir zu!!
by monoblog @ 23. Dez, 23:43
hmm, den clapton wollte...
hmm, den clapton wollte ich auch lesen, muss ich mir ...
by monoblog @ 23. Dez, 23:42
Gesammelt
Ein Buch, ein paar Erbsen, eine Flasche guten Weines, ...
by doe @ 23. Dez, 19:38
Das 23. Türchen
Audio-CD: Mike Oldfield – Tubular Bells remastered ...
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Meine Frau hat mich auf die Idee gebracht: Es braucht ...
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Kritiker musste einsehen, ...
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Fragen und Antworten (Q&A)
?: wo wohnt die seuche? !: Definitv weiss ich das auch ...
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Swiss Army ist taktlos!
In der Schweiz ist der Stephanstag, also der 2. Januar, ...
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PC GAME NACH AGATHA CHRISTIE: Das Böse unter der ...
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NAchdem die nun schneller...
NAchdem die nun schneller weg waren als gedacht, habe ...
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Ich habe noch ein paar Dutzend mehr... da dagegen kein ...
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Das 19. Türchen
Fantasy-Epos: Shadow March Rätselhafte ...
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deine probleme möcht' ich mal haben... beschreibung ...
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Die BZ gilt im Volksmund...
Die BZ gilt im Volksmund ja auch als Berner Blick...
by doe @ 18. Dez, 16:46
blick ist nun mal blick...
blick ist nun mal blick...
by ule @ 18. Dez, 08:38
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